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   Startseite > Land und Leute > Zadar - die Goldstadt
1) Allgemeine & wichtige Hinweise
2) Geschichte & Kultur
3) Alle Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
4) Besichtigung & Stadtrundgang
5) Cityplan von Zadar
6) Umgebung & weitere Orte
7) Mehr Bilder von Zadar

Allgemeine & Wichtige Hinweise:
Der Hafenort Zadar (90000) Einwohner) ist nach Split die zweitgrößte Stadt der dalmatinischen Küste und das wichtigste Handelszentrum Norddalmatiens. Auf einer etwa 1000m langen und 500m breiten Landzunge liegt das historische Zentrum, in dem von den Römern bis zu den Venezianern alle Herrscher ihre Spuren hinterlassen haben. Von den modernen Vierteln führen eine Straße und eine Fußgängerbrücke hinüber in die Altstadt. Hier schlägt das Herz von Zadar. Tag für Tag strömen viele tausend Menschen aus dem Umland und den vorgelagerten Inseln hierher und verwandeln Gassen, Plätze und Märkte in ein brodelndes, buntes und vitales Durcheinander - ein faszinierendes Schauspiel mediterraner Lebensfreude. Die gut erhaltenen Andenken an die geistige und materielle Kultur beweisen die stürmische Vergangenheit dieser Stadt (Überreste der gewaltigen Stadtmauer, das römische Forum, zahlreiche frühchristliche Kirchen, Gebäude aus der Zeit der Romantik, Gotik, Renaissance und Barock, sowie die berühmte Gold- und Silber- Kirchensammlungen). In Zadar wurde der erste kroatische Roman geschrieben (Anfang des 16.Jh.) und die erste kroatische Zeitung herausgegeben. Heute ist Zadar als Verwaltungsbezirk auch das touristische, kulturelle und verkehrstechnische Zentrum dieser Region

Geschichte & Kultur:
Zadar wurde bereits im 4. Jh. v.Chr. als eine Siedlung der Liburner (einem illyrischen Stamm) unter dem Namen Idassa schriftlich erwähnt. 200 Jahre später eroberte Rom den Ort und baute ihn unter Augustus und Trajan zur mächtigen Municipium Jadera aus. Im Zuge der Völkerwanderung drangen Slawen und Awaren in die Region vor. Als sie Salona bei Split zerstörten, wurde Zadar 614 neue Hauptstadt Dalmatiens (bis 1918). Dem südslawischen Stamm der Kroaten gelang es in der Folgezeit nicht, den Hafenort zu erobern, doch besiedelten sie das fruchtbare Umland und gründeten das christliche Königreich Kroatien. Zur Zeit der kroatischen Könige (ab dem 9.Jh.) wurde die Stadt nach und nach von Kroaten besiedelt. Im Jahre 1105 geriet sie unter die Macht des kroatisch-ungarischen Herrschers Koloman und wurde als Bischofssitz mit Palästen, Kirchen und Klöstern ausgestattet. Der Ausbau der prachtvollen Stadt erregte die Aufmerksamkeit der Venezianer, die 1212 mit einer Flotte von 480 Schiffen die Stadt belagerten, eroberten und bis auf die Kirchen zerstörte. Der letzte ungarisch-kroatische König Ladislaus von Neapel verkaufte 1409 sein Reich für 10000 Golddukaten an die Republik Venedig, so das Venedig auch das Hinterland sein eigen nennen konnte. In venezianischer Zeit wurde der Hafenort durch zwei Kastelle und einer Wehrmauer stark befestigt. Dank der mächtigen Bollwerke gelang im 16. Jh. und 17. Jh. die erfolgreiche Verteidigung gegen die Osmanen. Nach 600 Jahren venezianischer Herrschaft fiel Zadar 1797 in die Hand Österreichs, die nur kurz von den Franzosen unterbrochen wurde (1805-1813). Mit dem Vertrag von Rapallo (1920) fällt Zadar und seine Umgebung an Italien und geriet erst nach dem Zweiten Weltkrieg in das von Tito gegründete Jugoslawien. Nach der Gründung der Republik Kroatien 1991 riefen die Serben im Hinterland von Zadar die Republik Krajina aus und schnitten die Stadt fast vier Jahre lang von der Außenwelt ab. Erst im Sommer 1995 konnte die kroatische Armee die Belagerer vertreiben. Die Schäden durch den serbischen Beschuß sind inzwischen weites gehend behoben, besonders die Altstadt wurde vorbildlich restauriert.

Alle Sehenswürdigkeiten auf einen Blick:
Cityplan von Zadar (334kb) Bitte anklicken!
Narodni trg (Volksplatz)
Loggia der Stadtwache (Zrgrada gradske)
Stadtloggia (Gradska loza)
Palaca Ghiardini
Rathaus (Dvor)
Kirche Sveti Lovro (St. Laurentius)
Kirche Sveti Simun (St. Simeon)
Sarkophag des hl. Simeon
Siroka Ulica (Breite Einkaufsstraße)
Römische Forum (Rimski Forum)
Archäologische Museum (Arheoloski muzej)
Rundkirche Sveti Donat (St. Donatus)
Katedrala Sveta Stosija (St. Anastasia)
Glockenturm
Kirche Sveta Marija (St. Marien)
Gold und Silber aus Zadar (Zlato i srebro Zadra)
Fisch-, Obst- und Gemüse, Blumen- und Bauernmarkt
Porta Marina (Lucka vrata)
Kirche Sveti Krsevana
Volksmuseum (Narodni Muzej)
Franziskanerkloster (Franjevacki samostan)
Klosterkirche Sveti Frane
Fosa, der Wassergraben
Porta Terraferma (Kopnena gradska vrata)
Trg pet Bunara, (Platz der fünf Brunnen)
Kapitänsturm
Kloster hl. Michael (Samostan Sv. Mihovila)
Meeresorgel


Besichtigung & Stadtrundgang:
Bester Ausgangspunkt für die Erkundung der Altstadt ist der große Parkplatz an der Uferstraße Obala kneza Branimira. Von hier führt eine Fußgängerbrücke, die den schönsten Panoramablick auf das alte Zadar bietet, über die Hafenbucht hinüber auf die Halbinsel. Die Brücke endet auf dem großen Platz Nova Vrata. Erst im Jahre 1931 wurde an dieser Stelle ein neues Tor in die vollständig erhaltene venezianische Stadtmauer gebrochen. Durch das Tor gelangt man auf den zentralen Narodni trg (Volksplatz), dem lebhaften Zentrum der Altstadt. Bis in die Abendstunden ist der von mehreren Palästen gesäumte Platz Treffpunkt der Einheimischen. Einer der ältesten Gebäude des Narodni trg ist die an der Südosten gelegene 1284 erbaute und 1565 nach Plänen von Michele Sanmicheli im Stil der Spätrenaissance umgestaltete Loggia der Stadtwache (Zrgrada gradske). Die Fassade wird von drei Doppelsäulen flankierten Bögen bestimmt, die verglast wurden und heute eine expressionistische Ausstellung beinhaltet. Genau auf der gegenüberliegenden Platzseite erhebt sich die im Jahre 1562 errichtete Stadtloggia (Gradska loza), in der einst Gerichte und Bürgerräte tagten. 1789 erhielt das Bauwerk einen Uhrturm mit Balkon. Nordöstlich befindet sich etwas zurückgesetzt der Palaca Ghiardini aus dem 15. Jh. Die Fassade wird akzentuiert durch spätgotische Fenster mit zwei Girlanden tragenden Knabenfiguren. Das große Rathaus (Dvor) von 1934 ist das jüngste Gebäude des Narodni Trg, hinter dessem Westflügel sich die kleine romanische Kirche Sveti Lovro (St. Laurentius) versteckt. Sie entstand im 10.-11. Jh. und ist damit eines der ältesten erhaltenen Bauwerke Zadars. Aus späterer Zeit stammt die angebaute zweistöckige Vorhalle. Durch die Gasse Don Ive Prodana gelangt man zur Kirche Sveti Simun (St. Simeon), der bedeutendste Sakralbau Zadars. Im 14. Jh. wurde sie als dreischiffige Basilika geplant und erbaut. Durch mehrere Um- und Anbauten erlangte sie ihr heutiges Aussehen. Im 17. Jh. erhielt das mittelalterlichen Gotteshaus eine Barockfassade. Kostbarstes Stück und einer der interessantesten sakralen Meisterwerke der dalmatinischen Spätromantik ist der von 1371-81 vom Mailänder Silberschmied Francesco da Sesta, mit 250 kg Silber und viel Gold gefertigte Sarkophag des hl. Simeon, der über dem Hauptaltar im 1632 neu gestalteten quadratischen Chorbereich zu bewundern ist. Die Inschriften und Reliefplatten erzählen historische Begebenheiten und Geschichten aus dem Leben des hl. Simeon, sowie des ungarisch-kroatischen Königs Ludwig I. von Anjou. Zurück zum Narodni trg geht es weiter über die Siroka Ulica, einer breite Fußgängerzone mit vielen Geschäften, wo nach Herzenslaune geshoppt werden kann. Viele Cafes und Eisdielen laden hier zum verweilen ein. Die Einkaufs- und Flaniermeile mündet in den großen Zeleni trg. Das Römische Forum (Rimski Forum) nimmt einen Großteil des Platzes ein. Der antike Marktplatz mit den Ausmaß 94x45,5m wurde von drei Seiten von monumentalen Säulengängen begrenzt. Das Kapitol erhob sich auf der Südwestseite und bildete gemeinsam mit dem Tempel in römischer Zeit das kultische und politische Zentrum Dalmatiens. Schließt man die Augen, hört man vielleicht noch heute das Markttreiben der Händler in den Taberneas (kleine Läden), die sich an der Nordost- und Südseite des Forums aneinanderreihten. Ein Teil dieser monumentalen Anlage wurde ausgegraben. Viele Funde liegen noch heute verstreut auf dem freien Platz, u.a. ist noch eine 14m hohe korinthische Säule erhalten, die im Mittelalter als Pranger und Schandpfahl diente. Im Archäologische Museum (Arheoloski muzej, Mo-Sa 8-12 und 17-21 Uhr), das bedeutendste seiner Art, können die bei Ausgrabungen gefundenen Stücke bewundert werden. Verschiedene Abteilungen demonstrieren die geschichtliche Epochen und bieten dem Besucher einen Einblick in die bewegte Geschichte Zadars. Gegenüber des Museums steht einer der imposantesten Bauwerke, die 27m hohe Rotunde von Sveti Donat (St. Donatus), die im Jahre 810-815 im Auftrag vom damaligen Bischof Donatus erstellt wurde. Das Besondere an dieser Rundkirche ist ihr aus römischen Säulenresten stammendes Fundament und ihr an die byzantinischen Baukunst angelehntes schlichtes und strenges Äußeres, das durch Pilaster, Blendbögen und drei Apsiden im Osten akzentuiert wird. Der grandiose Bau dient heute wegen seiner exzellenten Akustik als Konzertsaal. Die Katedrala Sveta Stosija (St. Anastasia) wurde im 12./13.Jh. an die Nordseite von Sveti Donat angebaut. Die dreischiffige Basilika ist der bedeutendste romanische Bau von Zadar. In Ihrer prachtvollen Hauptfassade kann man den Einfluss toskanischer Architektur erkennen. Drei besonders schöne Portale sind mit reichem Reliefschmuck verziert. Der obere Teil ist, ähnlich dem Dom zu Pisa, in viele horizontale Reihen von Blendarkaden gegliedert. Zwei herrliche Fensterrosen durchbrechen die Mauer des Mittelschiffs. In der zweiten Hälfte des 15. Jh. wurde der mächtige Glockenturm angebaut. Die oberen Geschosse im Stil der Neorenaissance stammen aus dem Jahr 1891. Zahlreiche Kunstschätze werden im Innenraum der Kathedrale aufbewahrt, darunter ein frühgotisches Ziborium von 1332 und das reich verzierte venezianische Chorgestühl von 1418. Aus vorromanischer Zeit, unter dem Chor, stammt die dreischiffige Krypta, und bewahrt im nördlichen Seitenschiff einen Marmorsarkophag aus dem 9.Jh mit Reliquien der hl. Anastasia. Weiter zur Südseite des Zeleni trg erhebt sich die Kirche Sveta Marija (St. Marien), die zum 1066 gestifteten Benediktinerinnenkloster gehört. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte die dreischiffige Basilika mehrere aufwendige Umgestaltungen. 1507 entstand in einer Umbaumaßnahme die Renaissancefassade, die prächtige spätbarocke Stuckdekoration im Inneren der Basilika bei Restaurierungsarbeiten 1744. Besonders Sehenswert ist die ständige Ausstellung Gold und Silber aus Zadar (Zlato i srebro Zadra, Mo-Sa 10-12.30 und 18-20 Uhr, So 10.30-12.30 Uhr) im angrenzenden Klostergebäude. Hier werden neben Werken venezianischer Meister, Skulpturen der Gotik und Renaissance, sowie eine äußerst wertvolle Sammlung kroatischer Goldschmiedearbeiten gezeigt. Viele Reliquiare befinden sich unter den filigranen Kunstwerken. Edelstes und Kostbarstes Stück ist ein Kreuzreliquiar aus dem 13. Jh. Möchte man ein besonders schönes Bild von Zadar erhalten, dann ist die Umrundung des historischen Zentrums auf der Stadtmauer ein muss, besonders Vormittags wo das Leben auf den Märkten herrscht. Wer vom Tordurchgang an der Fußgängerbrücke innerhalb der Mauern Richtung Westen schlendert, findet schnell die farbenfrohen Märkte Zadars. Der Fisch-, Obst- und Gemüse, Blumen- und Bauernmarkt, wo die Landbevölkerung ihre Waren anbietet. Einige Schritte weiter trifft man auf die Porta Marina (Lucka vrata), das 1573 erbaute Seetor, das zum Hafen führt. Geht man durch das Tor, erreicht man den Teil des Hafen an dem die Fähren die Norddalmatinischen Inseln mit dem Festland verbinden, sowie die Fähre nach Ancona (Italien) an- und ablegt. Die Außenseite des Tores ziert der geflügelte venezianische Löwe, die Innenseite, in die Teile eines römischen Triumphbogens integriert wurden, zeigt das Zadarer Stadtwappen. Folgt man einem kleinen schmalen Gässchen gelangt man zu der im 12. Jh. dem Zadarer Stadtheiligen Grisogonus geweihten Kirche Sveti Krsevana, die einst zu einem Benediktinerklosters gehörte. Die Schlichtheit der bis auf den Giebel schmucklosen Hauptfassade ist bestechend wirkungsvoll. Viel reicher geschmückt, mit Blendbögen im unteren Bereich und einer Säulengalerie als oberen Abschluss, ist die Apsis. Der schlichte Innenraum ist durch antike korinthische Säulen in drei Schiffe geteilt und birgt die 1717 von einem venezianischen Bildhauer gefertigten marmornen Heiligenstatuen von Grisogonus, Zoilo, Anastasia uns Simeon. Das Volksmuseum (Narodni Muzej, Mo-Fr 8-14 Uhr hat heute in dem einzigen erhaltenen Gebäude des einstigen Benediktinerklosters seinen Hauptsitz. Spaziert man weiter zur Nordwestspitze der Halbinsel erreicht man das Franziskanerkloster (Franjevacki samostan). In der 1280 geweihten Klosterkirche Sveti Frane, dem ältesten gotischen Sakralbau Dalmatiens wurde in der Sakristei a, 18.11.1358 zwischen der Republik Venedig und dem ungarisch-kroatischen König Ludwig I von Anjou der Friede von Zadar geschlossen. Venedig verzichtete auf seine Besitzungen an der Ostküste der Adria. Die Schatzkammer (tgl. 8-12 und 17-18.30 Uhr) erreicht man durch die Sakristei, deren kostbarstes Stück ein Polyptychon des Spliter Meisters Dujam Vuskovic, als das herausragendstes Werk der dalmatinischen Spätgotik gilt. Von der mittelalterlichen Zitadelle, am südlichen Ende der Stadt sind nur noch Reste erhalten. Von dort wurde einst der Hafen von Zadar bewacht. Viele bunte kleine Fischerboote schaukeln in dem winzigen Becken am Ende des Fosa, des Wassergrabens. Er reichte früher bis zur anderen Seite der Altstadt und machte die Landzunge damit zur Insel. Einen wunderschönen Ausblick auf das Idyll hat man von der Terrasse des weitbekannten Restaurants "Fosa". Neben dem Hafen liegt das 1543 vom venezianischen Meister Michele Sanmicheli gebaute Landtor, die Porta Terraferma (Kopnena gradska vrata). Der Künstler wurde mit seiner Gestaltung, ein hoher Mittelbogen und zwei niedrigen Seitenbögen deutlichen von der antiken Triumphbögen inspiriert. Das Bauwerk ist das bedeutendste seiner Art aus der Renaissance. Der Stadtheilige Grisogonus und der große geflügelte Löwe schmücken, die in ihrer Ursprünglichen Gestalt erhaltenen Pforte. Durchquert man das Tor öffnet sich auf der rechten Seite der Trg pet Bunara, der Platz der fünf Brunnen. Fünf große Brunnenschächte, die existenziell für die Stadt Zadar waren und Sie mit dem lebensnotwendigen Trinkwasser versorgte, liegen zu Füßen des hohen Kapitänsturm, der früher Teil der Stadtbefestigung war.

Restaurants & Unterkünfte:
Fosa,
am Fischerhafen, Tel.31 44 21. Über dem kleinen Hafen gelegenes Fischrestaurant, das berühmt ist wegen seiner sehr guten und vielfältigen Meeresspezialitäten wie "Schwarzrisotto" (Reis mit Tintenfisch) der bei den Einheimischen beliebt ist. Von der Terrasse aus hat man einen zauberhaften Blick auf das Stadttor, das Meer und die gegenüberliegende Insel Ugljan.
Nico,
Obala kneza Domagoja 9, Tel. 33 11 38. Das Restaurant gilt unter Einheimischen als erste Adresse für Fisch und Meeresfrüchte.

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Umgebung & weitere Orte:
Die touristische Region Zadars, trägt zu Recht den Titel eines "Königsreichs der Nationalparks und Inseln". Stille Buchten und verschiedenste Strände (Sand, Felsen, Kies) sind über die 1.200 km lange Küste verteilt. Die vielfältige Natur und die stürmische Geschichte, von denen die vielen Denkmäler zeugen, machen aus der Region Zadar eine der attraktivsten Kroatiens. Eine fast hundert Jahre alte Tradition im Fremdenverkehr sichern den Besuchern die Erfüllung ihrer Urlaubsträume. Ein Besuch von Zadar und seiner Umgebung heißt, die Vielfalt seines Ambientes - Berge, Täler und die Küstenlandschaft - zu genießen. Die faszinierende Kalksteinkette des hohen Velebit-Gebirges, die Stille und die Schönheit der Inselwelt bieten einfach unbeschreibliche Eindrücke. Die Umgebung Zadars wird von ruhigen Küstensiedlungen, stillen und unberührten Buchten sowie Seen und Wasserfällen im Hinterland geschmückt. Oft sieht man kleine einsame Gotteshäuser aus dem 10 und 11. Jh., die wie zu Stein erstarrte Zeugen früherer Zeiten in der Landschaft stehen. Zadar wird in seiner weiteren Umgebung von vier Nationalparks umrahmt: Plitvica Seen, Paklenica Canon, Krka-Wasserfälle und Kornati-Inseln. Die Zadar Region erstreckt sich über eine 1.200 km lange malerische und saubere Meeresküste, umsäumt von 300 Inseln und Inselchen mit ihren zahlreichen ruhigen und noch unberührten Buchten.
Der historische Kern von Zadar ist in das moderne Leben integriert. Es gibt der Stadt durch diese natürliche Verschmelzung von traditionellen Werten und Kulturgütern mit dem modernen Leben eine sehr reizvolle Atmosphäre. In der Umgebung sind alte Gewerbe- und Handwerksarten immer noch lebendig. Im Altstadtkern findet man mehrere kulturelle Schichten: angefangen von den liburnischen Grabsteinen und dem römischen Forum bis hin zu dem altchristlichen Heiligen Donat, der altkroatischen Hl. Nedijica sowie spätromantische und gotische Kirchen und Bauten. Zadar und seine Umgebung bieten eine Vielfalt an Sport- und Wassersportmöglichkeiten: unbeschreibliche Taucherlebnisse, Windsurfen, Schiffsausflüge zu den Kornaten, ideale Bedingungen für Yacht- oder Motorbootfreunde oder einfach nur die vielen Tennisplätze für ein Match an Land.

Das tiefe Hinterland der Zadarer Riviera ist auf seine besondere Art anziehend. Die Straße in Richtung Velebitgebirge führt durch die endlosen Obstgärten der Ravni kotari, insbesondere die der Maraska Kirschen, aus denen der berühmte Maraskino Likör hergestellt wird. Der Weg setzt sich fort durch sanfte Täler, die sich wunderbar für Reitsport eignen, der seit kurzem im Ort Polaèa entwickelt wird. Seinen Namen verdankt der Ort den zahlreichen Palästen der in mittelalterlichen Schriften erwähnten Adligen. Ganz in der Nähe liegt Benkovac, ein in vielen Heldenliedern besungener Ort. Besuchen sollte man unbedingt das kleine Dorf Korlat. Es ist nicht nur Landesweit für seinen Rotwein bekannt, vielmehr für die dicken Früchte des Ölbaumes, den Oliven. Der Boden biete die ideale Voraussetzung für den Wachstum, dieser schon in der Antike vielseitig genutzten Pflanze und seinem gesunden Öl. Fragen Sie die Menschen im Ort, vielleicht findet sich eine Bäuerin, die Ihnen eine landestypische Spezialität, das sogenannte "Priznac" zubereitet. Eine, unter einer Haube gebackende Art Käsekuchen. Ein Besuch der kleinen Kirche Sv. Maria, die im Krieg des letzten Jahrhunderts zerstört worden ist lohnt, da sich vom Berg aus ein wunderschöner Ausblick auf die Umgebung bietet. Von Korlat aus führt die Reise in das tiefer gelegene Hinterland durch die felsige und karge Landschaft Bukovica bis zum Canyon des Flusses Zrmanja, dessen bemerkenswerter Wasserlauf zu Wildwasser Sportarten wie Rafting, Kanufahren und Kayaking verlockt. Ausgangspunkt hier ist das kleine Städtchen Obrovac. In der sich langziehenden Talsohle finden Sie zahllose archäologische Spuren aus stürmischer Vergangenheit, sowie die Überreste der mittelalterlichen befestigten Städte in der Umgebung.

 
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