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   Startseite > Land und Leute > Alle > Dubrovnik - Perle der Adria
1) Allgemeine & wichtige Hinweise
2) Geschichte & Kultur
3) Alle Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
4) Besichtigung & Stadtrundgang
5) Umgebung & weitere Orte
6) Mehr Bilder von Dubrovnik

Allgemeine & wichtige Hinweise:
"Zeitreise ins Mittelalter"
Südslawische Dichter haben die Stadt besungen, große Künstler die Stadt besucht. Kein Wunder, denn dieser faszinierende Ort zieht jeden in den Bann. Die Lage der mittelalterlich anmutenden Altstadt auf einem ansteigenden Felsen, vom Meer an drei Seiten umspült, von gewaltigen Festungsmauern umgeben; Sehenswürdigkeiten und Kunstschätze von Weltrang und nicht zuletzt der südlich-mediterrane Charme (Dubrovnik liegt fast auf der Höhe von Rom) - dies sind nur einige Gründe, weshalb Dubrovnik, das alte Ragusa, unbedingt einen Besuch wert ist. Ironie des Schicksals, daß gerade hier, in dieser zum Weltkulturerbe erhobenen einmaligen Museumsstadt, der Krieg im ehemaligen Jugoslawien seine Spuren hinterlassen hat. Doch die Wiederaufbau- und Renovierungsarbeiten sind gut vorangekommen und nur der aufmerksame Betrachter und natürlich der, der die Stadt aus früheren Besuchen kennt, wird die restaurierten Gebäude auf den ersten Blick ausmachen. Doch spät Abends, wenn sich die Placa in ein großes Wohnzimmer verwandelt, wenn die Schwalben in den engen Gassen ihre Flugkünste vorführen und aus jedem Winkel die Lichter der Restaurants schimmern - spätestens dann ist Dubrovnik so einzigartig, daß man über diese Eindrücke die jüngste Geschichte der Stadt zumindest für kurze Zeit vergisst. Nicht nur das städtische Ambiente und die zahllosen Kulturdenkmäler, auch das milde Klima machen Dubrovnik zu einem - vor allem außerhalb der Sommersaison - hochbeliebten Reiseziel. 280 Sonnentage im Jahr sind hier keine Seltenheit. Das mediterrane Klima verdankt der Ort auch dem Berg Srd (412m), der unmittelbar hinter dem historischen Altstadtkern steil ansteigt und die Stadt nach Nordosten hin abriegelt. Die steileren Berghänge sind weitgehend kahl; ansonsten wächst in der Umgebung vor allem Macchia. In den privaten Gärten und den Parks auf Lapad im Stadtteil Ploce gedeihen Pinien, Zypressen und Palmen, entfalten Oleander und Hibiskus ihre Blütenpracht. Die Altstadt von Dubrovnik ist autofrei; Parkplätze gibt es rings um die Stadtmauer, die meisten sind gebührenpflichtig.

Geschichte & Kultur:
Awaren eroberten, mit Hilfe der von ihnen unterworfenen Slawen 605 Epidaurum, das heutige Cavtat. Die wenige Menschen die überlebten, flüchteten sich auf einen wenige Kilometer nordöstlich gelegenen mächtigen Felsen, der ihnen mit seinen senkrechten Wänden genug Schutz bot und durch einen Wasserkanal vom Festland abgeschnitten war. Ragusa, so nannten die Flüchtlinge ihre neue Stadt, trieben Handel mit Slawen die sich auf dem gegenüberliegenden Festland am Fuße des Berges Srd ansiedelten und ihren Ort Dubrava tauften. Um 1100 zerfiel das Oströmische Reich allmählich und Bürgerräte übernahmen die Führung der autonomen Stadtrepublik. Um 1150 beschloss man den Meereskanal zuzuschütten und sich mit dem slawischen Ort Dubrava zu vereinigen. Den Raguser Oberen gelang es immer wieder, an diesem so gefährlichen Nahtpunkt zwischen den Einflussmächten des Orient und des Okzident zu ihrem Vorteil zu nutzen. Sie waren für ihre geschickte Diplomatie bekannt und machten sich zum geschickten Mittler zwischen den Großmächten. Die Stadt wuchs zur wirtschaftlichen Drehscheibe heran. Venedig eroberte 1204 Byzanz und nur ein Jahr später geriet auch Ragusa unter dessen Herrschaft. Doch auch in der Krise verstand man es alle für sich gebotenen Freiheiten geschickt zu nutzen und sogar noch auszubauen wie 1358 unter ungarisch-kroatischer Herrschaft geschehen. Endlich mit der Niederlage des ungarisch-kroatischen Königs Wladislaw II. war es am 29. August 1526 soweit, dass die Stadt Ragusa ihre mit allen Attributen staatlicher Souveränität ausgestatteten Freien Stadtrepublik Ragusa proklamierten. Bis weit ins 17. Jh. währte ihre Blüte als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Keinem Angreifer ist es je gelungen, das immer wieder verfeinertes und stark gebautes Bollwerk, die vielen Wehrtürme und Stadtmauern einzureißen. Nur übermenschliche Kräfte konnten ein Großteil der Stadt am 6. April 1667, durch ein gewaltiges Erdbeben verwüsten. Die Katastrophe überlebten nur 500 der 20000 Bürger. Ragusa wurde unter exakter Einhaltung der ursprünglichen Bebauung wieder neu errichtet. Das mittelalterliche Stadtbild wurde so zwar wieder erstellt, doch war der Glanz und der frühere Reichtum der Stadt verschwunden. Als alle Regierungsgewalt an den französischen Generalkonsul Bruere am 31. Januar 1808 übertragen wurde erlosch der Status der stolzen Stadtrepublik. Erst durch die Niederlage Napoleons gelang die Stadt 1814/15 zum österreichisch-ungarischen Königreich. Ragusa wurde 1918 in Dubrovnik umgetauft und fiel nach dem zweiten Weltkrieg an Titos Vielvölkerstaat Jugoslawien. Der Zerfall Jugoslawiens schritt seit 1980 schnell voran und fand ihren Höhepunkt mit dem Angriff der Serben und deren Belagerung 1991/92. Durch den Granatenbeschuss am 6. Dezember 1991 wurden viele monumentale Baudenkmäler zerstört. Noch im Jahre 1992 begann die Beseitigung der Kriegschäden und der Wiederaufbau der so schwer getroffenen Altstadt. Inzwischen erstrahlt Dubrovnik wieder in neuem Glanz, so das von den ehemaligen Kriegschäden nicht mehr zu sehen ist.

Alle Sehenswürdigkeiten auf einen Blick:
Stadtmauer (Gradski zidine) 12.-17. Jh.
Pile Tor (Pile vrata) von 1537
Fort Minceta (Tvrdava Minceta) 14.-15. Jh.
Festung Lovrijenac
Fort Bokar (Tvrdava Bokar),
Fort Sveti Ivan (Tvrdava Sveti Ivan) 16. Jh.
Schiffahrtsmuseum (Musej pomorstva)
Aquarium 1997
Fort Revelin (Tvrdava Revelin) 1449
Ploce-Tor (Vrata od Ploce) 1450
Stradun (Placa) Lebensader der Stadt
Großer Onofriobrunnen (Velika Onofrijeva Cesma) 1438-44
Klarissinenkloster (Samostan Sveta Klara) 13. Jh.
Erlöserkirche Sveti Spas von 1520
Franziskanerkloster (Mala braca) 1317
Klostermuseum mit Klosterapotheke von 1317
Uhrturm (Zvonik) von 1444
Vela Luza Platz
Große Säule mit Figur des Ritters Roland
Kirche Sveti Vlaho (St. Blasius) 15. Jh.
Seetor und Alter Hafen
kleine Onofriobrunnen (Maili Onofrijeva Fontana)
Neogotischen Ratspalast
Palaca Sponsa (Sponza-Palast) 1516-22
Dominikanerkloster (Dominikanski samostan) 1310
Mit Klostermuseum
Rektorenpalast (Knez dvor) 1435-51
Stadtmuseum von Dubrovnik (Dubrovacki muzeji)
Katedrala Sveti Gospa (Mariä Himmelfahrt) 1192
Mit Schatzkammer
Marktplatz „Gunduliceva poljana“
Serbisch-orthodoxe Kirche Srpska Pravoslavna Crkva
Jesuitenkirche Sveti Ignacijo (St. Ignatius) 1699-1735
Museum Rupe (Muzej Rupe)

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung:
Benediktinerkloster 1023 auf Insel Lokrum
Schlösschen von 1859 auf Insel Lokrum
Fort Royal auf Insel Lokrum
Kirche Sveta Marija 1250-1450 auf Insel Kolocep
Sveti Antuna Padovansko (St. Antonius von Padua) 9. Jh. Insel Kolocep
Ruine Franziskanerkloster von 1483 mit Glockenturm auf Insel Lopud
Pfarrkirche Sveta Marija od spilice (hl. Jungfrau Maria von Spilica) auf Insel Lopud
Votivkirche Sveta Gospa od Sunja (Unsere liebe Frau von Sunj) 12. Jh. auf Insel Lopud
Rektorenpalast von 1450 auf Insel Sipan
Sommerresidenz der Adelsfamilie „Sagrojevic“ 15. Jh. auf Insel Sipan
Prunkvilla der Adelsfamilie „Skocibuha“ 16. Jh. auf Insel Sipan

Stadtbesichtigung & Rundgang:
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen verhältnismäßig dicht beieinander und sind zu Fuß leicht zu erreichbar. Um sich einen Überblick zu verschaffen, sollte man zuerst die Festungsmauer hinaufsteigen und dort die Stadt umrunden. Unbedingt zu empfehlen ist ein Spaziergang auf der Wehrmauer der Stadt, die fast auf der ganzen Länge begehbar ist. Das historische Zentrum von Dubrovnik ist geschützt wie ein Bollwerk von einer dicken Stadtmauer und besitzt nur zwei landseitige Zugänge, einen im Nordosten und dem westlichen Pile Tor (Pile vrata) von 1537. Eine Stadtbesichtigung kann eindrucksvoller nicht beginnen. Durchschreitet man das äußere Tor erreicht man das wesentlich ältere Innentor von 1460. In beide Toren ist in einer Mauernische jeweils eine von „Ivan Mestrovic“ geschaffenen Statue von Sveti Vlaho (hl. Blasius), dem Schutzheiligen von Dubrovnik, den man immer am Miniaturmodel der Stadt die er in der Hand hält erkennt. Bevor man sich aber aufmacht die Stadt zu erkunden, sollte man auf die Stadtmauer (Gradski zidine) steigen und von oben die Stadt besichtigen. Sie ist im April bis Oktober täglich von 10-18 Uhr im November bis März täglich von 9-14 Uhr geöffnet. Es gibt 3 Aufgänge zur Mauer, die man unbedingt besteigen sollte, da die Umrundung zu einem der Höhepunkt eines Dubrovnik-Besuches gehört. Zwischen dem 12. und dem 17. Jh. entstand die einzigartige Befestigungsanlage, die heute zu den eindrucksvollsten Bauzeugnisse der Stadt gehört und Dubrovnik zur einzigen nicht eingenommenen Stadt im Mittelalter macht. Uneinnehmbar scheinen die Mauern, die an der Landseite 4 m bis 6 m, an der Seeseite 1,5 bis 3 m stark und fast überall um 25 m hoch sind. Die gotische Stadtbefestigung wurde im Spätmittelalter durch einen zweiten Mauernring mit Kasematten, Doppeltoren und einen Wehrgraben (heute Parkplatz) erweitert und durch den Bau von Bastionen und Festungen verstärkt. Die drei runden, bzw. zwölf viereckigen Wehrtürme und 4 Forts der Befestigungsanlage die zum Großteil vom dalmatinischen Baumeister „Juraj Dalmatinac“ am Ende des 15. Jh. konstruiert wurde, hat insgesamt eine Länge von 1954m. An der höchsten Stelle der Festungsmauer steht ein markanter Blickfang, der zinnenbekrönte Rundturm Fort Minceta (Tvrdava Minceta) in der nordwestlichen Ecke, der im 14. und 15. Jh. gebaut wurde. Besteigt man den Turm, kann man einen wunderschönen Ausblick auf die Altstadthäuser und einer weiteren Bastion, die Festung Lovrijenac, die westlich vor den Toren der Stadt liegt genießen. An der Nordwestseite befindet sich das zweite Fort Bokar (Tvrdava Bokar), quer zum Pile-Tor, welches Dubrovnik von dieser Seite schützt. Am „Margarethenturm“ in südlicher Richtung fällt die Mauer besonders tief senkrecht ins Meer und wirkt, als ob sie mit dem Fels darunter verschmolzen ist. Die für den Schutz des Hafens und des Arsenals erbaute seeseitige Festung Fort Sveti Ivan (Tvrdava Sveti Ivan) erhielt im 16. Jh. ihr Aussehen und schiebt sich wie der Rammbock einer Galeere hinaus in die Adria und hütet die Einfahrt des Alten Hafens vor Unheil. Das Schiffahrtsmuseum (Musej pomorstva) welches im Fort untergebracht ist, hat von Di bis So von 9-14 Uhr geöffnet. Das im Erdgeschoss 1997 eröffnete Aquarium bietet in 28 Becken einen Einblick in die adriatische Tier- und Pflanzenwelt. Direkt Gegenüber steht das vierte Fort Revelin (Tvrdava Revelin) das außerhalb steht und die Altstadt mit einer einziehbaren Brücke von 1449 verbindet. An der Mauer öffnet sich das von „Simeon della Cava“ 1450 konstruierte und im 19. Jh. erweiterten Ploce-Tor (Vrata od Ploce), der zweite Zugang zur Stadt. Von hier kann man von der Mauer wieder hinabsteigen und mit der Stadtbesichtigung beginnen.
Der lange Stradun (Placa), die sich durch die ganze Altstadt zieht, ist die Lebensader der Stadt. Die Strasse zieht sich vom Pile Tor zum Alten Hafen und endet an der „Placa Luza“. Die Gehwegplatten sind in den Jahrhunderten von soviel Füßen begangen worden, das sie spiegelblank poliert wurden und wie eine spiegelnde Wasseroberfläche wirken. Der Stradun war einst ein Meereskanal der zugeschüttet wurde und somit das alte „Ragusa“ mit dem Festland verband. Gleich vor dem Pile Tor weitet sich der Stradun zu einem kleinen Platz, auf dem sich der Große Onofriobrunnen (Velika Onofrijeva Cesma), gebaut von 1438-44 vom Napolitaner „Onofrio della Cava“, befindet. Die Kuppelbedeckte Brunnenanlage versorgte die Stadt in Zeiten der Belagerung durch 16 Speicher mit Wasser. Die Verzierungen wurden leider ein Opfer des großen Erdbebens 1667. Heute ist er ein beliebter Treffpunkt für die Jugend. Eingerahmt wird der Brunnen vom Klarissinenkloster (Samostan Sveta Klara) welches direkt an die Stadtmauer gebaut wurde. Die Gründung geht ins 13. Jh. zurück. Das Kloster wurde nach dem großen Erdbeben wieder neu errichtet. Gleich gegenüber auf der anderen Seite des Brunnens liegt die kleine Erlöserkirche Sveti Spas von 1520. Eine gotische Fensterrose ziert die Fassade und viele Ausstellungen finden im einschiffigen Inneren statt, welches im Stil der Renaissance erbaut wurde. Gleich daneben steht das Franziskanerkloster (Mala braca) mit der großen Kirche. Der bereits 1317 begonnene Bau der Anlage ist ein bewundernswerter Beweis für die mittelalterliche Steinmetzkunst. Besonders hübsch ist der begrünte Kreuzgang mit feingearbeiteten Doppelsäulen. Das täglich von 9-15 Uhr geöffnete Klostermuseum hütet einen Schatz ganz besondere Art. Nicht nur die 20000 wertvollen Handschriften in der Bibliothek, mehr noch die älteste Klosterapotheke Europas von 1317, die im Originalzustand erhalten blieb und gerne vorgezeigt wird.
Bummelt man den Staradun hinunter, lohnt ein Blick recht und links in die kleinen Gässchen, da sich hier nicht nur kleine Bars, Cafes und bezaubernde kleine Restaurant befinden, die ihre lukulischen Speisen zu einem fairen Preis feil bieten. Zu bestaunen sind die steilen Treppenaufgänge, die hoch bis zur Festungsmauer führen und verdeutlichen, daß halb Dubrovnik auf einem Berg liegt. Angekommen am anderen Ende gelangt man zum Placa Luza der an der Ostseite dominiert wird vom 31m hohen Uhrturm (Zvonik) von 1444. Achten sie auf die Figuren in luftiger Höhe, sie sind detailgetreu gestaltet worden und bringen die Glocken zum klingen. Um die große Säule mit der Figur des Ritters Roland herum herrscht immer ein buntes Treiben von jungen Leuten und den „Troubaduren“, gitarrespielende Sänger die ursprünglich die Tradition des Minnegesangs weiter fortführen. Die Rolandfigur ist ein mittelalterliches Zeichen für eine freie Handelsstadt und steht genau auf der Mitte des Platzes. Weiter auf der Südseite führt eine einladende breite Treppe zur Kirche Sveti Vlaho (St. Blasius) dem Schutzpatrons Dubrovniks hinauf. Die verspielte Barockfassade ist ein Augenschmaus, auch Abends, wen von Innen heraus das Licht durch die herrlichen Fenstermosaike leuchtet. Aus dem 15. Jh. stammt die hochverehrte goldene Statue des Sveti Vlaho die im Inneren aufbewahrt wird. Das Seetor mit dem kleinen spitzen Bogen führt einen von der Stradun hinaus zu Alten Hafen. Sehenswert sind auf dem Vela Luza Platz der mit filigranen Verziehrungen gestaltete kleine Onofriobrunnen (Maili Onofrijeva Fontana), der in einer Nische des neogotischen Ratspalastes lustig vor sich hin plätschert. Der Palaca Sponsa (Sponza-Palast) schließt den Platz im Norden ab. Der Bau von 1516-22 sollte eigentlich ein Münz- und Warenlager enthalten, wurde später aber als Zollamt und Gefängnis genutzt, welches heute noch besichtigt werden kann. Gelungen ist hier die Verbindung von Elementen der Spätgotik und der Renaissance, die man besonders an der Fassade erkennen kann. Die Nordostecke der Altstadt wird vom festungsartig ausgebauten Dominikanerkloster (Dominikanski samostan) von 1310 ausgefüllt. Das Klostermuseum, welches von April bis Oktober von 9-18 Uhr und November bis März täglich von 9-17 Uhr geöffnet hat, kann man durch den herrlichen Kreuzgang, den Kapitelsaal und die Sakristei erreichen. Gezeigt werden Werke dalmatinischer Renaissance Meister, sowie alte Handschriften und liturgischen Kunstwerke. Wieder zurück zum Vela Luza Platz erreicht man in gleicher Richtung weiter den von „Onofrio della Cava“ von 1435-51 geschaffenen Rektorenpalast (Knez dvor).Geöffnet von Mo-Sa von 9-14 Uhr. Hier residierte und regierte einst der vom großen Rat für einen Monat gewählte „Rektor“ die Stadt. Das Gebäude wurde während des großen Erdbebens von 1667 stark beschädigt, aber wieder aufgebaut und beinhaltet heute in den oberen Stockwerken das Stadtmuseum von Dubrovnik (Dubrovacki muzeji). Besichtigen kann man hier ein Juwel, das in Rot gehaltene Kabinett des Rektors, sowie viele historische Gebrauchsgegenstände und Schmuckstücke. Im Innenhof mit der herrlichen Akustik kann man in den Sommermonaten klassische Musik genießen. Geöffnet ist der Palast von Mo-Sa von 9-13 und 16-17 Uhr, So von 9-13 Uhr. Genau gegenüber steht die laut einer Sage von „König Löwenherz“ 1192 gestiftete Katedrala Sveti Gospa (Mariä Himmelfahrt). Vom 3. Kreuzzug heimkehrend erlitt sein Boot auf der Insel Lokrum Schiffbruch. Die Einwohner retten den König, der aus Dankbarkeit den Auftrag gab eine Kathedrale zu bauen. Das Innere des kreuzförmig angeordneten, kuppelbekrönten Sakralbaus ist immer von Mo-Sa von 9-12 und 15-19 Uhr geöffnet. Die eindrucksvolle Raumwirkung wird durch das von „Tizian“ geschaffene Gemälde „Mariä Himmelfahrt“ von 1552 abgerundet. Es gehört zu den bedeutendsten Kunstschätzen der Kathedrale, neben den in der Schatzkammer befindlichen 140 Einzelstücken, darunter eine Schädel- und Handreliquie des St. Blasius.
Im südlichenn Teil der Altstadt befindet man sich, wen man vom Rektorenpalast kommend durch die kleine Gasse „Od Puca“ den Gunduliceva poljana, den großen Marktplatz erreicht. Der einheimische Dichter „Ivan Gundulic“ der Namensgeber steht auf einem Sockel auf der Mitte des Platzes. Eine Sammlung byzantinischer, russischer und griechischer Ikonen birgt die serbisch-orthodoxe Kirche Srpska Pravoslavna Crkva die etwas weiter steht und täglich von 9-13 Uhr geöffnet ist. Die Jesuitenkirche Sveti Ignacijo (St. Ignatius) ist die südlichste Kirche der Altstadt und erreicht man durch eine barocke Freitreppe. Jesuitische Architekten sorgten für den Wiederaufbau, des durch das große Erdebeben von 1667 zerstörte Dubrovnik. Nur die 1699-1735 vom römischen Baumeister „Andrea Pozzo“ gebaute Barockkirche erhielt eine andere impulsante Form. Die eindrucksvollen Fresken im Inneren sind ein frühes Beispiel der „Jesuitenmalerei“ in Europa. Die Bilder zeigen das Arbeiten und Wirken des Ordensgründers „Ignatius von Loyola“. Sehenswert ist noch das Museum Rupe (Muzej Rupe), welche eine ethnographische Ausstellung beinhaltet die das Leben von der Antike bis zum Mittelater im südlichen Kroatien zeigt. Geöffnet ist das Museum vom Mo-Sa von 9-14 Uhr, welches im alten aus dem 16. Jh. stammenden in den Fels gemeißelten Getreidespeicher, untergebracht wurde. Die Wände der kleinen Gassen bieten ein Menge Details an mittelalterlicher Steinmetzkunst. Es lohnt also mit „offenen Augen“ die Stadt zu besichtigen und durch die viele Cafes, Restaurants und kleine Boutiquen nach Herzenslust zu bummeln. Auch Nachts, lange nach 22 Uhr ist die Stadt voller quirligem Leben, so das sich ein romantischer nächtlicher Spaziergang anbietet.

Umgebung & weitere Orte:
Die Bevölkerung von Dubrovnik zieht sich zur Sommerfrische gerne auf die vor der Altstadt gelegene Insel Lokrum zurück. Mit dem Taxiboot vom Alten Hafen aus erreicht man hübsche Badebuchten und Spazierwege. Zu besichtigen gibt es hier das von grünen Wäldern umgebene 1023 erbaute Benediktinerkloster, ein 1859 errichtete Schlösschen und das auf dem höchsten Punkt der Insel befindliche Fort Royal. Der flache, kleine warme Badesee von Lokrum, der auch das „Kleine Tote Meer“ genannt wird, ist ein Badeparadies für Kinder.

Das Elaphiten-Archipel (Elafitski Otoci) bestehend aus 13 Inseln ist ein weiteres Highlight zwischen Dubrovnik und der Insel Peljesac. Die Griechen, die hier als erste siedelten, gaben dem Archipel den Namen „elaphos“, was Hirsch bedeutet. Das alte Ragusa, nahm die Inseln bereits im 11. Jh. in Ihren Herrschaftsbereich auf und sendeten auf die 3 größen Inseln Lopud, Sipan und Kolocep je einen herrschenden „Rektor“. Als Sommerresidenz entdeckte der Dubrovniker Adel und Klerus ab dem 15.-16. Jh. das Archipel. Bis heute hat sich daran nichts geändert. Noch heute ziehen sich die Dubrovniker gerne zur Sommerfrische zurück und suchen Ruhe und Erholung.
Die Insel Kolocep liegt nur 7 km von Dubrovnik entfernt und ist mit 2,4 qkm und 150 Einwohnern die kleinste der bewohnten Inseln. Das Eiland wird durch zwei Kalkberge durchzogen, die auf der südlichen Seite bis 40m hoch ins Meer stürzen und auf der Nord- und Ostseite Terrassenförmig angelegt sind. Die Ortschaften „Gornje“ und „Donje Celo“ sind nur 20 Gehminuten voneinander entfernt und von einer traumhaften subtropischen Vegetation, sowie langen Sand- und Kiesstränden umgeben. Sehenswert in „Donje Celo“ ist die Kirche Sveta Marija, die zwischen 1250 und 1450 entstanden ist. Nur wenige Schritte weiter gelangt man zur im 18. Jh. restaurierten Kirche Sveti Antuna Padovansko (St. Antonius von Padua) aus dem 9. Jh., gelegen an einer sich über dem Meer erhebenden Terrasse. Sie steht als schönes Beispiel für ein altkroatische Gottesbau, denn sie bietet dem Besucher einen überkuppelten Inneraum.
4,6 qkm, fast doppelt so groß wie Kolocep, ist die durch Süßwasserquellen bewässerte blühende Subtropische Vegetation der Insel Lopud. 350 Einwohnern leben im einzigen gleichnamigen Ort, der an einer weiten Bucht mit schönem Sand- und Kiesstrand liegt. Überall auf der Insel gedeihen Orangen- und Zitronenbäume, Palmen, Zypressen und Pinien, so daß man sich wie in ein kleines Paradies versetzt fühlt. Neben den Sommerhäusern der ragusaner Handelsherren, ist eine besondere Sehenswürdigkeit ist die Ruine des festungsgleichen Franziskanerkloster von 1483. Ein 30m hoher Glockenturm überragt das Kloster. Die Pfarrkirche Sveta Marija od spilice (hl. Jungfrau Maria von Spilica) diente einst als Klosterkirche und beinhaltet einen vom Venezianer „Pietro di Giovanni“ geschaffenem Polyptychon von 1523, sowie einen Triptychon von „Nikola Bozidarevic“ von 1513. Die an der Südostkoste, über der Sunj-Bucht gelegene Votivkirche Sveta Gospa od Sunja (Unsere liebe Frau von Sunj) wurde im 12. Jh. erbaut und später umgestaltet. Das Innere einen schönen Hauptaltar und lebensgroße Apostelfiguren. Die Kirche schmückt das Wappen der lombardischen Familie „Visconti“.
Die dritte Insel Sipan, ist mit 16,5 qkm die Größte. 500 Einwohner leben in den zwei Küstenorten Sipanska Luka, sowie Sudjuradj. Der erste liegt an der malerischen Nordwestbucht und bietet einen Rektorenpalast von 1450, der andere ein Fischerort an der Südküste kann mit prunkvollen Villen und Sommerresidenzen der Adelsfamilien „Sagrojevic“ aus dem 15. Jh. und „Skocibuha“ aus dem 16. Jh. aufwarten. Über mehrere Fußwege, durch Macchia und Zypressenwälder kann man das Inselinnere erkunden und eine ganze Reihe von altkroatischen Kirchen mit Kuppel, die byzantinisch anmuten besuchen.

 
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