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Das große Collosseum
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| | 1) Allgemeine & wichtige Hinweise
2) Geschichte & Kultur
3) Alle Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
4) Besichtigung & Stadtrundgang
5) Umgebung & weitere Orte
6) Mehr Bilder von Pula
Allgemeine & wichtige Hinweise:
Die schöne Hafenstadt an der südlichsten Spitze Istriens ist durch drei Inseln, der Heiligen Katharina, des Heiligen Andrija und den Uljanik in drei Hafenbuchten geteilt. Auf einer Fläche von 3000 Hektar und insgesamt 65 000 Einwohnern ist diese Stadt etwa 3000 Jahre alt. Heute ist es der bedeutendeste Hafen Istriens. Die Stadt entwickelte sich aus einer Burgsiedlung. Von Römern wurde die, auf einem Hügel liegende Stadt mit dem Kapitol, einer Reihe öffentlicher Gebäude und einem Tempel gut befestigt. Direkt oberhalb des Hafens, welcher der bedeutenste Istriens ist, befindet sich das römische Amphitheater, das Symbol der Stadt. In dieser fünftgrößten Arena der Welt begeisterten sich zu Römerzeiten bis zu 25000 Zuschauer an blutigen Gladiatorenkämpfen. Heute finden an dieser Stelle regelmäßig Musikfestivals von Oper bis Rock und im Juli das Filmfestival statt. Dies ist jedoch nur ein Teil der hinterlassenen Kulturdenkmäler, die diese Stadt zu einer Schatzkammer gemacht haben.
Ebenfalls unbedingt anschauen sollte man sich bei einem Spaziergang durch die Stadt das Forum, den ältesten Platz der Stadt, welcher in der römischen Zeit entstanden ist, den Auguststempel und die Franziskanerkirche mit dem Kloster. Verläßt man Pula, so tauchen aus den Kiefernwäldern die kleinen Ortschaften Medulin, Prematura, Pomer und Pjescana Uvala auf, die an den Küsten der Adria liegen. Einen Ausflug an deren Strände sollte man nicht versäumen. Dem touristischen Erfolg Pulas tragen auch die 2500 Sonnenstunden bei, die mit der mediterranen Vegetation und dem milden Klima einen Einklang gefunden haben.
Geschichte & Kultur:
Erinnern Sie sich an die Sage der Argonauten?
Die Geschichte erzählt von der Verfolgung des Schiffes "argo" und dem geraubten goldenen Fliess.
Als hierbei der Sohn des Königs von Kolhis ums Leben kam, gaben die Untertan die Verfolgung auf.
Aus Angst davor, dass sie bei ihrer Rückkehr nach Kolhis für den Tod des Prinzen und für die erfolglose Verfolgung bestraft werden könnten, beschlossen sie sich dort anzusiedeln wo ihr Prinz gefallen war. Strabon - der berühmteste Geograph des Altertums behauptet, dass Pula auf diese Weise gegründet wurde.
Der Name POLA, wurde erstmal von Schriftstellern Kalimah und Likofron im 3. Jh. v.Chr. in einem Märchen erwähnt. Pula war in der illyrischen Zeit nur eine kleine Ortschaft in der Umgebung von Nesactium, dem Politik-, Verwaltungs-, Militär- und Religionszentrum der Region. Nach der Ankunft der römischen Legion übernimmt Pula die leitende Funktion durch eine intensive Kolonisierungpolitik. Die Illyrer lebten an befestigten Erhöhungen, deren Hauptsiedlung auf diesem Gebiet Nesactium war, die im Jahr 177 v.Chr. von römischen Legionen zerstört wurde. Um 40 v.Ch. bekam Pula den Status einer römischen Kolonie und es wurden zwei Zentren gegründet.: Das erste Zentrum war die Kriegfestung, die auf einem von sieben Hügeln namens Ka¹tela lag. Das zweites Zentrum war die Zivilsiedlung, die sich unter dem Hügel bis zur Meer ausbreitete. Während der Regierungszeit des Kaisers Augustus (27 v.Ch. - 14 n.Ch.) bekam Pula ihre urbanistische Schlussgestaltung, die in der Altstadt auch heute bewährt ist und besteht aus einem Netz der halbeliptischen Strassen mit radialen Ansteigungen. Der Mittelpunkt des wirtschaftlichen, öffentlichen, kulturellen und religiösen Lebens war das Forum, der auch heute noch ein Platz ist, auf dem verschiedene Veranstaltungen vor einer natürlicher Kulisse, z.B. des altertümliches Augustus Tempels, des Rathauses und der umgebenden Stadtpaläste abgehalten werden.
Bis zu dem 5. Jh. blieb Pula außerhalb der räuberischen Wege der Barbaren und der Wege der Völkerwanderungen wegen seiner geographisch isolierten Lage. Im 5. Jh. gelang die Stadt unter die Herrschaft der Westgoten, dann später der Ostgoten. Das Östliche Römische Kaiserreich bringt neuen Schwung nach Pula, die Stadt wird erweitert und bekommt eine militärische Funktion in den Kämpfen zwischen dem byzantinischen Heer und den Goten. In der zweiten Hälfte des 6. Jh. beginnt der slawische Drang auf die istrische Halbinsel. Die neuen Landesherren Istriens, die Franken, waren Träger der zeitgenössischen feudalen Verhältnissen, die die Ansiedlung von slawischen, kroatischen Bauern ermöglichten. Diese strebten aber zunehmend gegen den Feudalismus. Mit dem Entstehen von Stadt-Staaten kommt Venedig als neuer Herrscher auf die istrische Halbinsel. Im 12. Jh. nach harten Schlachten wurde die Stadt zerstört und geplündert hatten. 1208 kam Istrien unter Aquileas Kirchenherrschaft (Norditalien), die im Jahr 1233 die Stadtverwaltung auf die einflussreiche Familie de Pola, später Castropola genannt, übertragen hatten. Venezianer übernahmen 1331 die Stadt, die damals 6000 Einwohner hatte, und herrschten dort bis 1797. Venedig wurde die Treue geschworen und alle Pflichten angenommen, d.h. Bezahlung von Tributen, Bau und Ausstattung von Galeeren. Eng war die Stadt an die wirtschftlich-politischen Ziele Venedigs verbunden, was die Entwicklung in den nächsten Jahrhunderten bestimmte.
In 14., 15. und 15. Jh. wurde Pula von Genua, dem kroatisch-ungarischen Heer und dem Habsburgischen Heer angegriffen und erobert. Diese Kriege führten zur Vernichtung vieler kleinen mittelalterlichen Siedlungen und Dörfer. Die Einwohner Istriens litten aber nicht nur unter Kriegen, sie wurden auch durch große Pest-, Malaria-, Typhus- und Pockenepidemien dezimiert. Der Verfall von monumentalen Bauten, der Untergang der Wirtschaft und die stark verminderte Einwohnerzahl gaben Pula einen schlechten Ruf. Aber dank seiner geographischen Lage und der Bedeutung des Hafens im Handelsverkehr durfte Pula nicht verlorengehen. Die Stadt wurde durch organisierte Ansiedlung von Kroaten und Südslawen gerettet.
1848 sah das Österreich-ungarische Reich ein, was für Bedeutung der Hafen Pulas hat. In dieser Zeit begannen auch intensive Bauarbeiten an dem großen Kriegshafen und an der Schiffswerft. Zur gleichen Zeit wird die Stadt weiter besiedelt, die Einwohnerzahl stieg von 1.126 auf 40.000 Menschen. Pula wurde auch weiterhin als ein isoliertes Dorf beschrieben, erst mit vielen Investitionen in die Infrastruktur bekam die Stadt urbane Eigenschaften.
Durch Eröffnung der Eisenbahnstrecke Divaca-Pula im Jahr 1876, wurde die Stadt mit Trieste verbunden, und Pulas Hafen übernimmt die Rolle eines Transithafens für Landprodukte aus Wien, Prag und Ljubljana nach Dalmatien
und entwickelt gleichlaufend zwei Funktionen - Krieg und Handel. Unter dem Patronat Wiens wird Deutsch die offizielle Sprache in Pula, aber Italienisch bleibt auch weiterhin die Sprache, die von vielen Sozialschichten verwendet wird. Kroatisch wird schnell verdrängt. Pula bekam eine Straßenbahn, das Theater, Hotels, viel Militärmusik und ein Casino. Es fand eine ausgezeichnete Unterhaltungen statt. Im 1910 hatte die Stadt etwa 58.000 Einwohner und 4.240 Häuser. Zwischen den zwei Weltkriegen wurde Pula unter italienischer Verwaltung gestellt, und wurde damit einer intensiven Italianisierungspolitik ausgesetzt. Mit der Beendung des zweiten Weltkriegs wurde Pula ein Teil der A-Zone, die unter anglo-amerikanisher Verwaltung stand, um 1947 der Republik Kroatien, die damals ein Teil Jugoslawiens war, zu gehören. Im 1990 wurde Kroatien ein selbstständiger Staat, und in Istrien und Pula alle Bürger endlich als gleichberechtigte Angehörigen aus verschiedenen Volksgruppen leben können.
Alle Sehenswürdigkeiten auf einen Blick:
Augustus Tempel 2. v.Chr. bis 14.n.Chr.
Stadtpalast 1296
Franziskanerkloster 13. Jh.
Franziskanerkirche 13. Jh.
Venezianer Festung KA©TEL 17. Jh.
Kathedrale der Maria Himmelsfahrt 4 - 5 Jh.
Kirche des Heiligen Nikolaus 6. Jh.
Doppeltor (Porta gemina)2. Jh.
Archäologischem Museum
kleines römisches Theater 2. Jh.
Herkulestor 1. Jh. v.Chr.
Triumphbogen, Siegestor der Familie Sergi
Kirche der wunderschönen Maria 6. Jh.
Römisches Bodenmosaik mit Motiv "DIRKAS BESTRAFUNG" 3. Jh.
Kirche der Gnädigen Mutter 14. Jh.
Amphitheater 31 v.Chr. - 14.n.Chr.
Besichtigung & Stadtrundgang:
In dominierender Lage über dem Hafen befindet sich das römische Amphitheater, das Stadtsymbol. Dies ist nur ein Teil der hinterlassenen Kulturdenkmäler, die diese Stadt zu einer Schatzkammer gemacht haben. Rund um die Stadt und ihre Mitte befinden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die Sie sich, angefangen vom Forum, der Reihe nach, anschauen können. Ihren Spaziergang können wir im Stadtzentrum beginnen, wo sich das Forum befindet. Es ist das älteste Platz der Stadt, der schon zur römischen Zeit entstanden ist. Damals befanden sich hier der Portikus ( Ort für die Opfergabe der Einwohner Pulas ihren Göttern ), Tempeltriade, zwei Zwillingstempel, der Augustus- und Dianatempel. Von diesen, ist heute nur noch eine Perle der römischen Architektur, der Augustus Tempel erhalten geblieben, der von 2. v.Chr. bis 14. n.Chr. erbaut worden ist. Seiner Form nach ist es eine typische Tempelkonstrution mit quadratischer Kultstätte, dem Sanktuarium, und einer tiefen Vorhalle auf hohem Postament mit vier Säulen an der Stirnseite und dem Giebeldach. Der Augustustempel wurde aus gleichmäßigen vorbildlich bearbeiteten Steinblöcken errichet: die unregelmäßige Wandstruktur stammt von der im Mittelalter nach einem Brand durchgeführten Rekonstruktion. Die Säulen sind glatt, während die Eckpilaster kanneliert sind. Die korinthischen Kapitelle haben reiche Verziehrungen aus stilisierten Akanthusblättern: die ununterbrochene Reihe von Voluten schmücken außer den Akanthusblättern auch stilisierte Frucht- und Vogelmotive auf dem Fries, der sich unter dem Architrav befindet und sich um das ganze Bauwerk zieht. Das Bauwerk ist 17,65 m lang, 8,05 m breit und 12 m hoch. Nachdem mit dem Ausklingen der heidnischen Antike endete auch die Grundaufgabe des Tempels , wurde er eine Zeit lang als Kirche, dann als Getreidespeicher benutzt, um endlich am Anfang des 19. Jh. die erste Skulpturensammlung aufzunehmen. Heute ist befindet sich darin eine kleinere Sammlung römischer Statuen aus Stein und Bronze.
Gleich in der Nähe befindet sich ein Stadtpalast, der aus Resten der zwei Tempel entstanden ist, d.h. aus einem Teil des Reihenhauses und des Dianatempels. Die Franziskanerkirche mit dem Kloster ist ein kirchliches Komplex aus dem 13. Jh., wo heute die reichste Familie Castropole begraben liegt.
Die venezianische Festung aus dem 17.Jh. befindet sich auf dem zentralen Hügel und wird von den Einwohnern "Kastel" genannt. Heute befindet sich dort das Historische Museum. Von der Festung aus, erstreckt sich eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt und den Hafen von Pula.
Die Kathedrale der Maria Himmelsfahrt wurde auf Fundamenten eines antiken Gebäudes gebaut. Die ältesten Teile, die hier gefunden wurden stammen sogar aus dem 4. Jh. Die Kirche des Heiligen Nikolaus aus dem 6.Jh. wurde auf Fundamenten eines römischen Gebäudes gebaut, die ein Ikonostas des griechischen Meisters Tomios Batos aus dem 18.Jh. besitzt. Von Außen ist die polygonale Apsis der Kirche sichtbar. Sehenswert ist das Doppeltor (Porta gemina), das wegen seiner zwei Bogenöffnungen so genannt wird und in eine Art Innenhof führt, von dem aus man durch einen Durchgang in die Stadt selbst gelangt. Das Tor wurde im 2.-3.Jh. gebaut und ist Halbsäulen, Halbkapitellen und einem Reliefsims geschmückt.
Im Gewölbe der Bögen sieht man Öffnungen für die Gitter, mit denen die Stadttore geschlossen wurden.
Führt man den Weg weiter gelangt man zum Amphitheater und nach Nesactium. Dieser Strasse entlang wurden seitens der Römer monolithische Steinblöcke mit dem Bildnis der Toten, Inschriften, Statuen, Sarkophagen und anderen Grabdenkmäler errichtet. Im Archäologischem Museum werden Sie die vorgeschichtlichen, römischen und frühchristlichen Exponate sehen können. Das Gebäude datiert aus dem 20.Jh. und diente als das Königliche Gymnasium. Weiteres Gebäude ist das kleine römische Theater aus dem 2.Jh., ,welches sich innerhalb der Stadtmauern befand und neben dem Doppeltor plaziert wurde. Besonders schön ist das Herkulestor aus dem 1.Jh. vor Christus Geburt, welcher nach dem römischen Beschützer benannt wurde. Zwischen den zwei runden, wahrscheinlich mittelalterlichen Türmen befindet sich ein architektonisch gesehen- bescheidenes Tor, das aus einem einfachen, aus nichtprofilierten Steinblöcken gebauten Bogen besteht. Oberhalb des Bogens befinden sich zwei Reliefs, ein Herkuleskopf und eine Keule, alle stark beschädigt, so daß die Figuren kaum zu erkennen sind. Beschädigt ist auch die Inschrift neben der Keule, die aber historisch besonders wichtig ist, weil darin die Namen zweier römischer Beamter erwähnt werden, Lucius Calpurnius Pison und Lucius Cassius Longin: sie wurden vom römischen Senat in die Bucht von Pula geschickt, um dort eine Kolonie zu gründen.
Wenn man wieder auf die Hauptstraße zurückgeht, die vom Forum gen Osten führt , kommt man an ihrem anderen Ende zum Triumphbogen, den Salvia Postuma, das SIEGESTOR DER FAMILIE SERGI, welches auch die goldene Tür genannt wird und von der Familie Sergier zu Ehren der drei Familienangehörigen errichten ließ, die in Pula hohe Beamtenposten innehatten und von 29. bis 27. v.Chr. gebaut wurde Der Triumphbogen wurde an die Innenseite des Hauptstadttors (porta aurea) angesetzt, wahrscheinlich wegen des reichen Goldschmucks. Da der östliche Teil nicht sichtbar war, ist er größtenteils unbearbeitet geblieben. Der Funktion des Bogens war die eines Stadttores durch das man Eintritt in die Stadt erlangen konnte, denn zum damaligen Zeitpunkt umfaßte eine Stadtmauer den Ort. Weitere Türen wurden gebaut, so daß das Stadttor drei obergebogene Durchgänge: einen größeren mittleren und zwei engeren an den Seiten besaß. Der Triumphbogen wurde im korintischen Stil erbaut und weist starke hellenistische, kleinasiatische Einflüsse bei Motiven und Art seines Schmucks auf.
Am oberen Teil waren drei Stauen von Sergianern aufgestellt, wovon nur noch die Widmungsinschrift erhalten geblieben ist. Die Pilaster - Bogenträger werden von dünnen Säulen mit korinthischen Kapitellen lebend gemacht, und werden mit kreisförmig gebogenen Akanthus Zweigen mit Blättern verschönt. Das Gewölbe ist mit Delphinen, einem mit einer Schlange kämpfenden Adler, der Sphinx und dem Griffon verziert. Die Siegestorecken werden von geflügelten Viktoryen mit Kränzen ausgefüllt. Der Fries ist mit römischen und barbarischen Kriegszweispänner, gestaltet. In der Friesmitte ist eine von Salvia Postumi Sergi aufgesetzte Widmung ihren nähesten Verwandtern zu Ehren angebracht. Das Siegestor befand sich in den Zeichnungsmappen von Michelangelo, Palladia und anderen Kunstmalern die oftmals das Tor als Inspiration für eigene Werke nahmen.
Stadttor und Wälle wurden zu Anfang des 19 Jh. abgerissen, als die Urbanisierung und Erweiterung der Stadt begann d.h. ihre Ausweitung über den antiken und mittelalterlichen Stadtkern hinaus.
Wenn Ihr Rundgang zu Ende geht, werden Sie noch die Möglichkeit haben, die Kirche der wunderschönen Maria aus dem 6.Jh., das römische Bodenmosaik mit dem Motiv "DIRKAS BESTRAFUNG" aus dem 3. Jh., die Kirche der Gnädigen Mutter aus dem 14.Jh., die Hauptpost, das Theatergebäude und den Stadtmarkt zu besuchen.
Kommen wir aber wieder zurück zum Symbol dieser Stadt. Das bekannteste und bedeutendste Denkmal, das Gebäude mit dem jede Stadtbesichtigung beginnt oder endet ist das Amphitheater, welches von den Einwohner Pulas einfach -die Arena- gennant wird. Der Bau begann unter Kaiser Augustus (31 Jahr v.Ch-14.n.Ch) Erwaitert wird es unter Kaiser Claudius (41-56 Jahr), vollendet während Herrschaft der Flavier(69-96). Es lehnt sich an den Hügelhang nicht weit von der Stadtmitte und besteht aus folgenden Hauptteilen: Zuschauerraum, Kampfplatz und unterirdischen Räumen. Zutritt zum Schauplatz war seitens mehrerer Eingänge um das ganze Amphitheater herum, möglich. Die Arena ruht auf einem ellipsenförmigen Grundriß, dessen Hauptachse (Nord- Süd) 130 m und die kürzere Achse (Ost-West) 100 m betragen. Mauerring mit zwei Bögenreihen (je 72 in jeder Reihe), über denen sich viereckige Öffnungen befinden. Erbaut wurde es aus dem einheimischen Kalkstein, welchen Römer dem Steinbruch in Vinkuran entnahmen und so
verbauten, daß die sichtbaren Teile aus großen Steinblöcken gebildet wurden. Das Amphitheater liegt außerhalb der Stadtmauern , teils wegen der Größe des Bauwerkes, teils weil man auf diese Weise den Hang des Hügels zum Bauen des östlichen Zuschauerraums ausnützen konnte: so konnte man Baumaterial und Zeit sparen; auch ist die erhaltene Ringmauer auf dieser Seite viel niedriger. Die Arena von Pula hat vier "Turm"-Konstruktionen, die aus der Fläche der Ringmauern heraustreten. Darin waren zusätzliche Holztreppensysteme angebracht, die den Zugang zu den Sitzplätzen in den oberen Zuschauerräumen erleichterten. Auf dem oberen Rand des erhaltenen Mauerrings sieht man von der Außenseite her Wasserbecken aus Steinblöcken, in denen das Regenwasser vom niedrigen Galeriedach aufgefangen wurde. Sichtbar sind auch die vertikalen Öffnungen für die Masten, an denen im Sommer Schutzleinen, sog velarium, befestigt wurden, um die Zuschauer gegen die Sohne zu schützen, denn die Gladiatoren- Festspiele fanden in der warmen Jahreszeit und natürlich am Tage statt. Das Amphitheater wurde hauptsächlich für Gladiatorenkämpfe benutzt und konnte maximal 25 000 Menschen aufnehmen. Seine Besonderheit im Vergleich zu anderen Amphitheaters sind die Türme, die die Kommunikation zwischen dritter und vierter Etage herstellen und Zutritt zum Dach ermöglichen sollten.
Als eines der bewartesten Amphitheater auf der ganzen Welt, wurde dieses sehr oft zum Forschungsgegenstand vieler bekannter Künstler, besonders der Architekten, so z.B. des Sebastiano Serilo und Andrea Palladio.
Heute finden im Amphitheater verschiedene kulturelle Erreignisse, Konzerte berühmter Pop-und Rockstars, sowie des bereits traditionelle Filmfestival von Pula statt.
Umgebung & weitere Orte:
Für alle Altersklassen und Interessen bietet Pula jede Möglichkeit an. Von Ausflügen in den nahgelegen Orten, über Sport- und Freizeitmöglichkeiten jeder Art bis hin zu den kulturellen Veranstaltungen, Konzerten und Festivals. Die meisten, die heute an Pula denken, werden sofort an die Schönheit der Brioni Inseln erinnert. Es ist eines der schönsten Archipel im Mittelmeerraum. Diese wunderschöne Inselgruppe von 14 Inseln zerstreut über die Meeresfläche, wird in die Kleinen und die Großen Briuni Inseln aufgeteilt. Zu den kleineren gehören Sveti Marko, Gaz, Obljak, Galija, Gruj, Vanga, Madona, Vrsar, Sveti Jerolim und Kozada. Die Inselgruppe befindet sich etwa 10 km vom Stadtzentrum Pulas. Auf einer Fläche von 736 Hektar, mit einem milden Klima und 2 387 Sonnenstunden pro Jahr sind die Brioni Inseln ein jahrelanges Urlaubsziel vieler berühmter Persönlichkeiten. Eine Attraktion ist die Besichtigung der Dinosaurierfußstapfen. Auf den Brioni Inseln stehen Ihnen Sport- und Freizeitmöglichkeiten aller Art zur Verfügung wie Golf-, Tennis-, Tischtennis-, Beachvolley- und Fußballplätze, Reiterschule, Trimmsaal, Fahrrad- und Spazierwege, sowie Möglichkeiten zum Surfen. Auf den Brioni ist der Aufbau einer Tauchbasis in naher Zukunft eingeplant.
Das eindrucksvollste Komplex ist das Sommerhauskomplex auf drei Terrassen in der Bucht Verige, das im 1.Jh. erbaut wurde. Heute ist es nur eine Ruine einst einzigartigen, mit Wandmalerei geschmückten Gebäudes.
Pula wird aber durch die Bestehung ihrer Ortschaften in unmittelbarer Nähe in ihrem Glanz und Reichtum vervollständigt. Wenn Sie sich die Ortschaften wie Medulin, Nezakcij, Vodnjan, Fazana, Puntizela oder Premantura anschauen, werden Sie erst die Vollkommenheit dieser Region und Stadt erkennen.
Nesactium ist eine Ortschaft, etwa 7 km von Pula entfernt, mit einem archäologischem Park. Heute ist Nazakcij ein einsamer Hügel mit Gründen einstiger Mauer, Häuser und Heiligtümer. Gefundene Gegenstände zeugen von hochentwickelter Kultur der Histren und kulturellem Austausch zwischen dem fast ganzen Mittelmeerraum. Diese Funde aus dem 6.Jh. vor Chr. sind einzigartig in Europa.
Zehn Kilometer von Pula entfernt befindet sich die Ortschaft Vodnjan, die neben der Strasse in Richtung Trieste und Rijeka führt. Dieses Städtchen behielt noch seinen mittelalterlichen Charme, wovon ungerade , dicht einander gebaute Häuser zeugen. Das eindrucksvollste Gebäude ist das gotische Palast des Grafen Bettica oder Kastel aus dem Jahr 1300. Besonders ist auch die Bestehung der Paläste und Türme auf dem großen Volksplatz im Stadtzentrum. Um den Platz herum befinden sich neogotische Paläste, das Palast Benussi, Bembo und andere. Eine enge Strasse wird Sie zur Basilika des Heiligem Blazes führen. Neben prachtvollen Altaren, Statuen und Gemälden gibt es in der Kirche eine sehr werte Sammlung sakraler Kunst mit Werken von Paolo Veneziano, Jacopo Contarini und Jacobello del Fiore.
Nur fünf Kilometer von Pula entfernt, befindet sich die Ortschaft Fazana. Von hier würde Ihre Reise zu denn Brioni Inseln beginnen. Es ist ein wunderschöner Fischerort mit Oliven- und Obstgärten, sowie hochwertigen Funden aus der Vergangenheit. Hier bauten die Römer nicht um sonst ihre Villlen, die sogenannten vilae rusticae.
Im Zentrum von Fazana finden Sie eine kleine Kirche der Heiligen Mutter aus Karmel mit dem Glockenturm aus dem, 9. Jh. In Fazana findet jährlich das traditionelle Sardelenfest statt. Barbariga ist eine, von der Bora und dem Südwind, gut geschützte Ortschaft, die schon zur Römerzeit eine Touristische Siedlung und ein Erholungsort vieler römischer Familien war. Hier findet man viele Funde der altchristlichen Basiliken. In Betiga kann man Reste der restaurierten und konservierten frühchristlichen Dreischiffbasilika sehen. Unter der Erde sind 100 qm völlig bewahrter Mosaiken versteckt. Puntizela bildet eine Brücke zwischen zwei touristischen Destinationen Pula und den Brioni Inseln.
Für diese Ortschaft ist das mediterrane Klima, die milden Winter, die istrisch-mediterrane Vegetation mit Nadel- und Eichenwälder, sowie Macchia charakteristisch. Wegen der Gastfreundlichkeit, der sauberen Adria und guter Lage ist Puntizela immer wieder ein beliebtes Urlaubsziel. Medulin ist neben Pula die beliebteste touristische Stadt an der südlichen Spitze Istriens. Medulin wurde auch in der Urgeschichte bewohnt, wovon Funde auf Kap Kasteja und nördlich , auf dem Hügel Vrcevan zeugen. Aber seine Besonderheit liegt auch in den touristischen Angeboten mit Sportzentren, Hotels und Camps.
Kap Kamenjak ist eine Halbinsel mit weissen, sauberen Felsen, kristallklarem Wasser und wunderschönen Aussichten. Der größte Teil der Halbinsel ist mit Weideplätzen bedeckt. Bei Ankunft werden Sie schon die Düfte wunderschöner Blumen riechen und den Klang der Grillen hören. Es ist die Natur pur. Besonders im Mai und Juni sind die gelben und duftigen Blumen diesen Kaps charakteristisch. Premantura ist das römische Runtianum, wo sich Familien aus Zadar eingesiedelt haben. Wegen der Trinkwasserquelle und mildem Klima war dieser Ort schon vor paar Hundert Jahren ein optimaler Ort zum Verweilen. Auf der ganzen Insel herrscht warmes Klima, mit mittelmäßig regnerischem Wetter und durchschnittlicher Jahrestemperatur von 13° C. Veruda, mit Jachthafen an der gleichnamigen Bucht, 6 km südwestlich von Pula (Jachthafen Veruda-Pula). Der Hafen ist vor Wind und Wellen geschützt. In der Buchtmitte beträgt die Meerestiefe bis zu 12 m. Im Westen wird die Bucht von einer Halbinsel abgegrenzt, wo die neue Feriensiedlung Punta Verudela liegt, die unweit des gleichnamigen Kaps (Verudica) errichtet wurde.
Am äußeren Ende der Bucht liegt die kleine Insel Veruda (20 m). Auf der Anhöhe der Insel kann man die Mauereste einer Kirche mit Renaissanceportal und einem Kloster mit Wasserspeicher und Friedhof besichtigen. Die Kirche, die vor kurzem unfachgemäß als Nutzbau umkonstruiert wurde, war ursprünglich ein gotisches Bauwerk und wurde wahrscheinlich an der Stelle der alten Kirche errichtet.
Die letzte Ortschaft, die wir Ihnen vorstellen möchten, ist Pomer. Es ist ein altes Fischerdorf auf der Strasse zu Premantura mit aller Schönheit der Natur. Die Villen zeugen von der Bestehung der Römer in dieser Gegend. Auch das Christentum hinterließ seine Spuren mit der Kirche des Heiligen Ivan und romanischer Kirche der Heiligen Flora mit Fresken. In mehreren Restaurants kann man verschiedene Spezialitäten aus Meeresfrüchten kosten.
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