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   Startseite > Land und Leute > Alle > Motovun
1) Allgemeine & wichtige Hinweise
2) Geschichte & Kultur
3) Alle Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
4) Besichtigung & Stadtrundgang
5) Umgebung & weitere Orte
6) Mehr Bilder von Motovun

Allgemeine & wichtige Hinweise:
Entlang des damaligen Haupthandelsweg Istrins, dem fruchtbaren Mirna-Tal, das sich von Buzet bis Novigrad zieht, liegt die mittelalterliche Stadt Motovun, auf der Spitze eines steilen, ca. 277 m hohen Hügels. Umgeben ist sie von dicken Mauern (sie dienten damals als Schutz vor Überfällen), hohen Türmen, Stadttoren aus dem 13.-17. Jh. und von den wunderschönen Wäldern, die unter Naturschutz stehen und eine sehr teure Kostbarkeit beheimaten: Trüffel! Hier können Sie ihr Geschick im Handeln um den besten Preis bei den ansässigen Bauern unter Beweis stellen. Auch Weinliebhaber werden hier ganz bestimmt nicht enttäuscht. Am Südhang liegt die romanisch-gotische Unterstadt mit dem Markuslöwen geschmückten Stadttor. An der östlichen Erhebung, die um das alte Kastell erbaute neuere Oberstadt, mit einem prächtigen Brunnen aus dem 15. Jh. Beide sind über eine steile Steinstraße miteinander verbunden und durch Mauern gesichert. Bis zu 5000 Menschen hatten hier Platz. Der Stadtkern, der sog. „Innere Platz“ der Ringsiedlung, von dem die in zwei voneinader abgegrenzten Bereichen (Ober- und Unterstadt) kreisförmig den Hügel empor- bzw. hinunter wächst, ist ebenfalls von einer dicken Mauer Umgeben. Der Weg dorthin führt über 1000 Stufen. In Motovun finden die alljährlichen Filmfestspiele statt, die man, wenn man sich für Filme junger Regisseure interessiert, nicht entgehen lassen sollte.

Geschichte & Kultur:
Die besondere Lage Motovuns, hoch oben über dem Mirnatal hat sich schon in vorchristlichen Zeiten angeboten dort eine Fluchtburg zu errichten. Eine größere Siedlung wird das erste mal im Mittelalter erwähnt. Die Bischöfe von Porec kontrollierten im 10. Und 11. Jh. den Ort. Doch erst unter venezianischer Herrschaft von 1278-1797 wurde Motovun mit mächtigen Mauern verstärkt und als Bollwerk ausgebaut, die heute zum Teil als Spazierweg dienen. Der Ort breitete sich in dieser Zeit aus. So entstand unterhalb des alten Stadtkerns eine neue Vorstadt. Motovuns Geschichte bietet in der jüngeren Zeit keine großen Ereignisse, vielleicht auch ein Grund, warum der Ort heute eine idyllische und museale Ruhe ausstrahlt. Viele Holzschnitzer und Kunsthandwerker haben sich wieder im alten Ortskern angesiedelt. Nur in einer Woche herrscht reges Treiben im Ort, wo auch das Hotel stets ausgebucht ist, wenn die Internationalen Filmfestspiele beginnen.

Alle Sehenswürdigkeiten auf einen Blick:
Die dicken Verteidigungsmauern
Torbögen
Rathaus 13. Jh.
Brunnen 15. Jh.
Glockenturm 13. Jh.
Stephanskirche 17. Jh.
Kommunalpalast aus der Renaissance
Polesini Palast
Hotel Kastel
Kirche Madonna von Servitta von 1584
Kirche hl. Johannes dem Täufer und zur hl. Jungfrau von 1521
Kirche hl. Antonius von Padua 16. Jh.

Besichtigung & Stadtrundgang:
Beeindruckend sind nicht nur die dicken Mauern die den Ort umgeben. Die geschmückten Torbögen, das Rathaus aus dem 13. Jh. am Hauptplatz, der Brunnen aus dem 15. Jh., das Wahrzeichen Motovuns, der mächtige zinnengekrönte Glockenturm aus dem 13. Jh. mit der dazugehörigen Stephanskirche und dem gegenüberliegenden Kommunalpalast aus der Zeit der Renaissance sind ein wahrer Augenschmaus für Liebhaber Mittelalterlichen Flairs. Ebenfalls auf dem Hauptplatz befindet sich der Polesini Palast mit dem Hotel Kastel. Dort kann man unter schattenspendenden Kastanienbäumen relaxen und entspannen. Wirklich Sehenswert ist das Innere der Stephanskirche, die um 1600 vom berühmten Baumeister "Andrea Palladio" erschaffen worden ist. Das Gemälde "Das letzte Abendmahl" im Chorraum wird Stefan Celestia (17. Jh.) zugeschrieben; die Marmorskulpturen auf dem Hauptaltar sind ein Werk von Francesco Bonazza aus dem Jahre 1725; sehenswert ist auch das geschnitzte Dorsale im Barockstil (17. Jh.), sowie die Deckengemälde, die Ende des 18. Jh. der Neoklassizist Guiseppe Bernardino Bisson geschaffen hat; die Orgel ist ein Werk von Gaetano Callido (Venedig, 18./19. Jh.). Von der Kirchenausstattung sind besonders der vergoldete, kleine Tragaltar mit den Reliefen der Kreuzigung und Heiliger (14. Jh.), das Prozessionskreuz aus dem 14. Jh. mit reichverziertem Griff aus dem 15. Jh., der Kelch mit Verzierung aus Email (15. Jh.), das Pacificale (1606), Kirchengerät (17. Jh.) und Kerzenständer (aus den Jahren 1714 und 1739) sehenswert. – Die Kunstgalerie beherbergt eine Sammlung von Werken moderner Künstler. Die Anordnung der Enggassen Motovuns behält die Grundzüge einer mittelalterlichen Stadt. An der Hauptstraße entlang wurden noch drei Kirchen errichtet - zur Madonna von Servitta (1584), zum hl. Johannes dem Täufer und zur hl. Jungfrau (1521) und zum hl. Antonius von Padua (16. Jh. erneut 1855). Dreizehn örtliche archäologische Fundstellen sind von großer Hilfe in der Erforschung der Vergangenheit Motovuns und seiner Umgebung. Schauen Sie auch ruhig in die kleinen Hinterhöfe hinein, Motovun ist berühmt für seine Schnitzereien. Viele Schnitzer genießen die Sonne und zeigen unter offenem Himmel Ihre Stücke. Des weiteren sollten sie sich einen Mauerspaziergang nicht entgehen lassen! Von hier aus hat man bei gutem Wetter eine tolle Sicht auf die Wälder.

Umgebung & weitere Orte:
In Richtung Norden (ca. 6 km) stößt man auf den Ort Oprtalj mit ca. 104 Einwohnern, welches ebenfalls mittelalterliche Züge besitzt und eher verlassen wirkt. Von hier aus kann man den Blick ins Tal genießen oder die Kirche Sankt Georg besuchen. Auch Wanderfreunde haben gute Möglichkeiten, einmal durch die istrischen Hügel nach Groznjan 4 Stunden in die westliche Richtung oder nach in die südliche Richtung nach Istarske Toplice. Wer von Motovun nach Osten fährt, kommt nach einer herrlichen Fahrt durch Weingärten und Feldern in die Dörfer Vrh und Sovinjak. Hier kann man deftigen Schinken vom Hof oder Wein vom Winzer erwerben. In Sovinjsko polje gibt es eine der bekanntesten Konobas Istriens für den kleinen oder großen Hunger. Genießen Sie nach einem langen Tag ein Gläschen Wein.

Die Ortschaft Zminj, die auf einem Hügel zwischen den Tälern Limska draga und Raska dolina liegt, ist berühmt wegen ihres reichen Kulturerbes aus verschiedenen Epochen - von altkroatischen archäologischen Funden aus dem 11. Jahrhundert bis hin zur neuzeitlichen Kirchenarchitektur. Die gesamte Gegend lockt mit ihren traditionellen Gerichten alljährlich Feinschmecker aus nah und fern an. Zum Angebot gehören Manestra, eine Gemüsesuppe; Supa, eine Weinsuppe mit trockenem Brot, etwas Öl und Pfeffer, sowie Würste mit Sauerkraut und nicht zuletzt die Landweine Teran und Malvazija. In Zminj wird Ende August eines der ältesten istrischen Volksfeste (Bartulja) zu Ehren des Stadtpatrons, des hl. Bartholomäus, veranstaltet. Im Juli findet ein Wettkampf im Akkordeonspielen statt.

 
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