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   Startseite > Land und Leute > Alle > Split
1) Allgemeine & wichtige Hinweise
2) Geschichte & Kultur
3) Alle Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
4) Besichtigung & Stadtrundgang
5) Umgebung & weitere Orte
6) Mehr Bilder von Split

Allgemeine & wichtige Hinweise
In vielen Städten Kroatiens stehen wunderschöne Paläste, doch nur eine Stadt ist aus den Mauern eines Palastes herausgewachsen. Split ist mit rund 250.000 Einwohnern die grösste Stadt Dalmatiens. Sie ist kulturelles, sportliches, wirtschaftliches und wissenschaftliches Zentrum. Das Herz der Stadt schlägt aber immer noch in dem 180x215m großen Areal des Diokletianpalastes. Die Altstadt ist Autofrei, so das alle Sehenswürdigkeiten leicht zu Fuß erreicht werden können. Geht man durch die alten Gässchen, spürt man überall die antike Geschichte verbunden mit dem mediteranen Rhytmus des 21.Jahrhunderts. Viele Geschäfts- und sogar ein Cafe-Restaurant mitten im Kaiserpalast sorgen dafür, dass selbst den Kids nicht langweilig wird. Am Nordportal des Palastes steht die beeindruckende, fast zehn Meter hohe Statue des Gregor von Nin. Eine besonders wichtige Rolle spielt seine große Zehe. Sie zu berühren bringt Glück! So kommt es, daß die millionenfach gestreichelte Zehe glänzt wie von purem Gold. Abwechslung für Kinder bringt der gepflegte Waldpark auf dem Berg Marjan. Hier gibt es einen kleinen Zoo mit exotischen Tieren. Löwen und Affen, aber auch Rotwild (letzteres im Freiwildgehege) sind zu sehen. Auch Ponyreiten wird angeboten! Man kann aber auch mit einer kleinen Bimmelbahn rund um den ganzen Park fahren - ein Riesenvergnügen für kleine und große Besucher. Lassen Sie sich auch in den Abendstunden von dem mediterranen Flair dieser Stadt verzaubern. Auf der von Palmen gesäumten Uferpromenade laden sehr schöne Cafe's und Restaurants, teilweise mit Live-Music, zum verweilen ein. Die 1700 Jahre alte Stadt steht unter dem Schutz der UNESCO.

Geschichte & Kultur:
Im Jahr 240 wurde in einer römischen Hauptstadt namens Salona, 5km östlich vom heutigen Split, Diokletian geboren. Vom Legionär arbeitete er sich empor bis zum General der kaiserlichen Garde und wurde nach dem Tod des Imperators Numerianus 248 durch eine Militärrevolte neuer Herrscher von Rom. 11 Jahre später ließ der Kaiser direkt am Meer seinen prunkvollen Alterssitz erbauen. Als 614 die Stadt Salona durch die Hand der Awaren und Slawen zerstört wurde flohen die Einwohner in die einstige Kaiserresidenz. Sie machten den antiken Tempel zu einer christlichen Kirche und unterteilten die gewaltigen Hallen und Säulengänge in Wohnräume und Werkstätten. So entstand die Stadt Spalatum, die zunächst noch byzantinisch blieb. Erst als sich Byzanz im 12.Jh. aus der östlichen Adria zurückziehen musste, war der Hafenort autonom. 1420 bis 1797 gehörte Split zum Machtbereich der Venezianer und wurde in dieser Zeit ständig von den Türken bedroht. 1797 wurde schließlich ganz Dalmatien bis 1918, mit Ausnahme einer kurzen französischen Besetzung 1805-13, dem Habsburger Reich eingegliedert. Überraschend erscheint die Tatsache, dass die kleine Hafenstadt in fast eineinhalb Jahrtausenden kaum an Einwohnern zugenommen hat. Erst im 20.Jh. wuchs Split über den alten Ortskern hinaus und mit ihm auch die Einwohnerzahl von 13000 im Jahre 1918 auf 190000 im Jahre 1996. Eingeschlossen aller kleineren Vororte leben etwa 250 000 Einwohner in der Region um Split.

Alle Sehenswürdigkeiten auf einen Blick:
Diokletianspalast (Dioklecijanova palaca)
Porta Aenea (Mjedena vrata, Messingtor)
Peristyl (Hauptpltz des Palastes)
Kirche Sveti Roc 1516
Kathedrale St. Dominius (Katedrala Sveti Duje) 7. Jh.
Schatzkammer
Sphinxt-Statuen 2000 v. Chr.
Taufkapelle St. Johannes der Täufer (Sveti Ivan Krstitelj) 7. Jh.
Goldenes Tor (Porta Aurea)
Kapelle St. Martin (Sveti Martin) 9. Jh.
Bronzestatue des Bischofs Grgur Ninski 1928 von Ivan Mestrovic
Papalic-Palast 15.Jh. von Dalmatinac mit Stadtmuseum (Muzej grada)
antike Palasttore Porta Argenta (Silbertor) und Porta Ferrea (Eisentor)
alte Rathaus Stadtloggia
Palast Prokuratien
Franziskanerkloster
Dominikanerkloster
Mestrovic Kastelet
Ethnographisches Museum (Etnografski muzej)
Museum Kroatischer Archäologischer Denkmäler (Muzej hrvatskih arheoloskih spomenika)
Galerie Mestrovic (Mestrovica Galerija)
Archäologisches Museum (Arheoloski muzej)
Städtische Kunstgalerie

Besichtigung & Stadtrundgang:
Das historische Zentrum von Split bildet der Bezirk des 295-305 als Alterssitz für den Römischen Kaiser Diokletian errichtete Kaiserpalast, der einen Umfang von ca. 180x215 m hat. Die südliche Umfassungsmauer grenzte einst ans Meer. Der Bereich davor wurde Jahrhunderte später aufgeschüttet, so das die Riva entstand, die breite Uferpromenade, die sich besonders für einen abendlichen Bummel und eine Stadtbesichtigung anbietet. Ins Innere des Diokletian Palastes (Dioklecijanova palaca) erlangt man von der Uferpromenade aus am Besten durch das unscheinbare Porta Aenea (Mjedena vrata, Messingtor), welches einen in das dunkle Untergeschoss führt. Erhalten blieben hier mehrere gemauerte Gewölbe, über denen die Kaisergemächer liegen und heute eine Verkaufsaustellung beinhalten. Wieder ans Tageslicht gelangt man durch eine breite Treppe, die direkt zum Peristyl, einem offenen Hof, der von hohen korinthischen Säulenarkaden gerahmt wird. Er wurde ursprünglich im Osten vom Mausoleum Diokletians flankiert. Heute sitzen auf dem größten Platz der Anlage, wo einst unter dem breiten Dreiecksgiebel der südlichen Schmalseite das Volk dem Herrscher huldigten, die Einheimischen und die Touristen im Cafe Luxor und genießen die Getränke und die Szenerie. Auf dem Peristyl kreuzten sich die beiden Hauptachsen des Palastes, die heute Kresimirova vormals Decumanus und Dioklecijanova vormals Cardo heißen. Als Touristeninformatien dient die kleine einschiffige Kirche Sveti Roc von 1516, die in einem älteren Wohnhaus integriert wurde und an der Südostecke der Kreuzung steht. Die nach dem Stadtpatron benannte Katedrala Sveti Duje (St. Dominicus) aus dem 4. Jh. steht hinter der östlichen Begrenzung des großen Hofes und beinhaltete einst das Mausoleum Diokletians. Der darin stehende Sarkophag des grausamen Christenverfolgers wurde im 7. Jh. von den einstigen neuen Stadtbewohnern zerstört und der Bau in eine Kirche umgewandelt. Der Glockenturm wurde erst im 13. und 15. Jh. angebaut. Der mehrstöckige nach oben schmaler werdende Turm, wirkt durch seine hohen Zwillingsfenster sehr leicht und kann bestiegen werden. Die obere Plattform bietet einen wunderschönen Blick auf den Peristyl, die gesamte Stadt und die Umgebung. Zwei ägyptische schwarze Sphinxt-Statuen aus Granit bewachten die Pforte des kaiserlichen Grabmals. Eine dieser fast 4000 Jahre alten Statuen ruht unter dem Säulengang der Kathedrale. 1214 schnitze „Andrija Buvina“ aus dunklem Holz das wuchtige Portal der Kathedrale. Die Heilsgeschichte stellte er bildlich auf 28 Feldern dar. Gelangt man in das Innere des großen Monumentalbaus, so fällt einem sofort das Zusammenspiel der Ausstattung späterer Jahrhunderte und dem im Originalzustand erhaltener antiker Architektur auf. Die 25 m hohe Kuppel wird durch riesige korinthische Marmorsäulen gestützt, die sich in zwei übereinander liegenden Reihen mit reich geschmückten Gebälk präsentieren. Direkt darunter zeigt ein Fries, das Porträt des Kaisers und seiner Gemahlin. Als Altarräume dienen halbrunde Nischen, die sich zu einem kreisförmigen Innenraum öffnen. Über dem Nordaltar, geschaffen vom venezianischen Bildhauer „Morlaiter“ spannt sich eine prachtvolle Kassettendecke. Auf der linken und rechten Seite des Altars liegen zwei Baldachinaltäre mit den Sarkophagen des „Sveti Duje (hl.Dominicus)“ und „Sveti Stas (Anastasius)“, beides Stadtpatrone von Split. Von Meister Bonino stammt der 1427 geschaffene Domniusaltar. Dalmatinac schuf 1448 den Anastasiusaltar mit einem „Relief von der Geißelung Christi“. Ein Meisterwerk der spätromanischen Baukunst, ist die von sechs Marmorsäulen mit feinen Kapitellen getragenen Kanzel. Im Chorraum an der Südostseite der aus dem 18. Jh. stammt steht ein kunstvoll geschnitztes Gestühl aus dem 13. Jh. Die Sakristei mit der Schatzkammer (Jun. & Sep. So 10-12; Jul-Aug. 8-12 und 16-19 Uhr) liegt genau dahinter. Sie beinhaltet einer der ältesten kroatischen Schriften, ein Evangeliar aus dem 8. Jh., Goldarbeiten und Messgewänder, sowie ein Ziborium von 1522. Verläßt man die Kathedrale in westlicher Richtung gelangt man zur Taufkapelle Sveti Ivan Krstitelj (St. Johannes der Täufer) aus dem 7. Jh., die vormals ein dem Gott Jupiter geweihter Tempel war, dem das gleiche Schicksal wie dem Mausoleum bestimmt war. Sie besitzt eine antike „Cella“ mit einem kassettierten Tonnengewölbe, die Vorhalle ist leider nicht erhalten geblieben. Das Taufbecken aus dem 12 Jh. ist reich geschmückt mit verschiedenen Reliefplatten. Eine davon zeigt einen König auf einem Thron, vermutlich „König Zvonimir“. Der Sarkophag des ersten Bischofs von Split „Johannes von Ravenna“ aus dem 7. Jh. gehört ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten der kleinen Taufkapelle. Schlender man die Dioklecijanova in nördlicher Richtung kommt man zur Porta Aurea (Zlatna Vrata, Goldtor), dem Haupttor der großen Anlage. Neben dem Tor stehen zwei achteckige Türme. Im 9. Jh. wurde über dem Torbogen die vorromanische Kapelle Sveti Martin eingefügt, von dem aber nur noch das Tonnengewölbe und ein Altar erhielten blieben. Aus dem 11. Jh. stammen die Reste des Glockenturms. Unübersehbar steht die fast 8 m hohe Bronzestatue des Bischofs Grgur Ninski (Grgur von Nin) die 1928 vom großen kroatischen Bildhauer Ivan Mestrovic geschaffen wurde und vormals auf dem Peristyl stand, bevor sie 1954 ihren endgültigen Platz vor dem Porta Aurea außerhalb der Stadtmauer bekam. Beachten Sie bitte den großen Zeh der Statue der golden glänzt. Der Sage nach bringt das Reiben des großen Zehs Glück! Besuchen sollte man auf jeden Fall auch den Papalic-Palast, der in der gleichlautenden Straße steht. Mitte des 15. Jh. schuf „Juraj Dalmatinac“ eine herrliche Residenz, indem er ein romanisches Wohnhaus umbaute. Sie gilt mit der Loggia als das schönste Beispiel venezianischer Gotik. Heute ist im ehemaligen Patrizierhaus der Familie Papalic das Stadtmuseum (Muzej grada) untergebracht. Geöffnet von Mo-Sa 9-13 Uhr; Do bis 17 Uhr informiert es über die Stadtgeschichte von Split. Vergessen wollen wir auch nicht die beiden antiken Palasttore Porta Argenta (Silbertor) am östlichen und die Porta Ferrea (Eisentor) am westlichen Ende der Hauptstraße Kresimirova. Von der im Mittelalter eingerichteten Kirche im Obergeschoss der Porta Ferrea sind nur noch der älteste vorromanische Glockenturm Splits erhalten, sowie das Kreuzgewölbe. Schreitet man durch die Porta Ferrea gelangt man zum Mittelalterlichen Stadtkern, der sich hauptsächlich um den „Narodni trg (Volksplatz)“ gebildet hat. Die Stadtloggia, das alte Rathaus aus dem 15.Jh. erhebt sich an der Nordseite des Platzes. Während das Erdgeschoss fast vollständig im Originalzustand blieb, mit dreigeteilten gotische Spitzbögen wurde die obere Etage im 19. Jh. umgebaut und das Ethnographische Museum (Etnografski muzej), mit einer wunderschönen Sammlung von Trachten, Schmuck und Kunsthandwerk darin untergebracht. Die Öffnungszeiten sind Mo-Sa von 8-13 Uhr, Do zusätzlich 17-19 Uhr und Sonntags 10-12 Uhr. Die „Maruliceva ulica“ beginnt an der Südostseite des Narodni Trg und endet am „Trg Brace Radica“. Der Platz ist erst durch die Aufschüttung im Mittelalter entstanden. Begrenzt wird der Platz durch die südlich stehenden Türme des 1435 unmittelbar am Meer errichteten alten venezianischen Kastells. Man gelangt durch einen dieser Türme wieder auf die Riva. Nach einem kurzen Spaziergang erreicht man den von gewaltigen Prokuratien (Prokurative) gerahmten Platz „Trg republike“. Der Palast, der im Stil der Neorenaissance von 1864-1928 errichtet wurde diente einst dem Stadthalter als Amtssitz. Besonders schön sind die langen Arkadengänge, die dem venezianischen Prokuratorenpalast nachempfunden ist. Auf dem sehr großen Platz finden gerade in den Sommermonaten viele verschiedene kulturelle Veranstaltungen und Konzerte statt. Das Franziskanerkloster aus dem 13. Jh. wurde im 19.Jh umgebaut und steht südwestlich des „trg republike“. Nur noch Teile der Kirche und der spätromanische Kreuzgang blieben aus der Entstehungszeit erhalten. Das gegenüber der Porta Argenta angesiedelte Dominikanerkloster (Dominikanski samostan) im Jahr 1217 gegründet und später barock umgebaut, ist ein weitere sehenswertes Kloster. Eine wertvolle Sammlung illuminierter Handschriften wird hier in der Klosterbibliothek aufbewahrt. Möchte man in Split gerne Museen besuchen, so findet man diese in den Stadtteilen „Meje“ und „Poljud“. Das Museum Kroatischer Archäologische Denkmäler (Muzej hrvatskih arheoloskih spomenika) in der Straße „Svetaliste I. Mestrovica“ erreicht man über die Uferstraße „Branimirova obala“. Einer der besonderen Ausstellungsstücke ist das im 9. Jh gefertigte aus Nin stammende Taufbecken des ersten kroatischen „Fürsten Viseslav“. Desweiteren erden interessante Exponate aus der Zeit der Völkerwanderung bis zum späten Mittelalter, wie Sarkophage, Waffen und Werkzeuge ausgestellt. Geöffnet ist das Museum von Mo-Fr von 9-13 Uhr und von 18-21 Uhr; So von 9-13 Uhr. Entgehen lassen sollte man sich auf keinen Fall die Galerie Mestrovic (Mestrovica Galerija) in der gleich lautenden Straße Nr. 39 die jeweils Di-So von 10-19 Uhr geöffnet hat. Meister Mestrovic plante in den 1930er Jahren die wunderschöne Sommerresidenz, die heute einen breiten Querschnitt des Schaffens des international bekannten Künstlers zeigt. In ganz Kroatien findet man immer wieder seine Kunstwerke aus Holz, Stein und Bronze auf öffentlichen Plätzen und Ausstellungen. Seine bedeutendsten Holzreliefs, wie dem mit einem Zyklus aus dem Leben Christi werden in der kleinen Kapelle des Mestrovic Kastelet etwa 500m von der Galerie aufbewahrt und ausgestellt. Das bereits 1820 gegründete Archäologische Museum (Arheoloski muzej) im Stadtteil Poljud etwas nördliche des massiv wirkenden Marjan-Hügel besitzt Funde aus der griechischen, römischen und frühchristlichen Zeit. Besonders aus dem nahegelegenen „Salona“ werden Stücke ausgestellt. Finden kann man das Museum, welches Di-Sa von 9-13 und 16-19 Uhr, sowie So von 10-12 Uhr geöffnet hat in der Straße „Zrinsko-Frankopanska Nr. 25“. Als letztes möchten wir auf die Städtische Kunstgalerie (Gradka umjetnicka gelerija) verweisen, die eine Ikonensammlung und Werke dalmatinische Künstler aus dem 15. Jh. bis zur Gegenwart zeigt und sich in der „Lovretska ulica Nr.11“ befindet.

Umgebung & weitere Ort:
Möchte man einen wunderschönen Überblick über Split und die Umgebung haben, so sollte man den 178m hohen Berg Marjan besteigen. Über Treppen und breite Wanderwege gelangt man zur kleine Bethlehemkirche, die in einem Gotischen, bzw. Renaissance Stil gebaut wurden ist. Ein Spaziergang der sich lohnt, da der Berg vom Diokletianpalast gerade einmal 5 min per Fuß im Stadtteil Veli Varos (via Senjska ulica) entfernt liegt.

Die von großen Industrieanlagen geprägte Stadt Salona etwa 5 km nördlich vom Zentrum Splits entfernt, bietet aber noch viel mehr. Die ausgedehnten Ruinenfelder der antiken Stadt Salona. Bereits die Griechen gründeten hier eine Siedlung, die von den Römern übernommen wurde und schnell zur römischen Hauptstadt der Provinz Dalmatien expandierte. Nicht weniger als 50000 Einwohner zählte die Metropole in der Spätantike, während ihrer Blütezeit. Auch Salona wurde ein Opfer der Slawen und Awaren, die im 7. Jh. viele Städte zerstörten, von diesem Schlag erholte sich die Stadt nie wieder. Der vor den Toren des Alten Salona neu aufgebaute Ort Solin wurde vom 9. Bis zum 11. Jh. Hauptort des kroatischen Königreiches. Fürst Zvonimir wurde hier 1075 vom päpstlichen Gesandten zum König erhoben. Heute kann man selbst das 160 Hektar große Ausgrabungsgebiet vom Parkplatz aus erkunden. Viele Architektonischen Ruinen wirken wie vergessen zwischen den Olivenhainen und dem Unkraut, das zeitlos zu sein scheint.

Folgt man der E71 in Richtung Sinj erreicht man nach 11 km das 360 m hoch gelegene Städtchen Klis. Der Pass wurde bereits im frühen Mittelalter von einer auf einem Felsen errichteten Festung kontrolliert. Sie wurde, durch Ihre Schlüsselposition stets hart umkämpft. 1537 eroberten die Türken die Festung und unternahmen von hier aus immer wieder Vorstöße in die Umgebung. Erst ein großes venezianisches Heer schaffte es die Festung 1648 einzunehmen. Sehenswürdigkeiten bietet Klis nicht, nur die Form der Kirche, die vormals eine Moschee war und die imposanten Ruinenreste gilt es zu erkunden. Entgehen lassen sollte man sich aber nicht den herrlichen Ausblick auf die Bucht von Split.

Mitten in der „Dalmatinska Zagora“, dem kargen Bergland liegt etwa 37km landeinwärts von Split die Stadt Sinj. Die Burg und die Stadt, die 1516 ebenfalls von den Türken erobert wurde und erst 1698 durch die Venezianer die Freiheit erlangte, stand immer wieder im Mittelpunkt türkische Angriffe. Erst 1715 gelang es nur 700 Verteildigern mit Hilfe des venezianischen Heeres die 60000 Mann starke osmanische Armee bestehend aus Infanterie und Kavallerie zu besiegen. Die besondere Heldentat der sogenannten „Alkari (Ritter)“ aus Sinj bestand aus dem 15tägigen Widerstand, wo sie die täglichen schweren Angriffenwellen der Türken stand halten mußten. Noch heute erinnert die am ersten Augustwochenende stattfindende Sinjska Alka an den besonderen Mut der Männer. Drei Tage lang dauert dieses Reiterfest, welches mit einem Trachten- und Uniformenumzug beginnt und sich dann Männer hoch zu Ross im sportlichen Wettkampf messen. Sie versuchen mit einer Lanze in vollem Ritt einen Ring zu stechen. Das „Altertumsmuseum“ bietet Funde aus der Umgebung von der Jungsteinzeit bis zum Mittelalter. Man findet das Museum im neuen Flügel des Klosters „Zbirka Franjevackog samostan“. Mit einer Sammlung von volkskundlichen und geologischen Stücken kann das „Museum der Cetina Region (Muzej Cetinske Krajine)“ aufwarten. Geöffnet ist es Di-So von 9-12 Uhr.

 
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