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Insel mit historischer Altstadt
Die Marina
Kathedrale Sveti Lovro
Blick über die Altstadt
Festung Kamerlengo
Niedliche Gassen
Blick auf Insel Ciovo
Detail aus der Schießscharte
Eine Einkaufsmeile
Glockenturm Sveti Ivan Krstitelj
Die beliebte Promenade
Kreuz in der Katedrala Sveti Lovro
Eingang zur Altastadt
Mittelalterliche Gässchen
Ein dicker Wehrturm
Der Uhrturm 15.Jh
Pausen sind Wichtig! Tonys Siesta
Das Amtsgericht
Der Schutzheilige von Trogir
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| | 1) Allgemeine & wichtige Hinweise
2) Geschichte & Kultur
3) Alle Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
4) Besichtigung & Stadtrundgang
5) Umgebung & weitere Orte
6) Mehr Bilder von Trogir
Allgemeine & wichtige Hinweise:
Reist man durch Dalmatien findet man viele mittelalterliche Stadtbilder, und doch gehört Trogirs Altstadtkern zu den ganz besonderen. Die kleine Stadt die ca. 25 km westlich von Split liegt, ist reich an kulturhistorischen Schätzen und Sehenswürdigkeiten. Die Kathedrale mit dem Hauptportal des Meisters Radovan nimmt dabei den ersten Platz ein. Bei einem Stadtrundgang wird man schnell ins Mittelalter versetzt, denn die vielen Kirchen, Paläste und schlichten Bürgerhäusern wirken, umschlossen von der Stadtmauer wie ein großes Museum. Die meisten Bauten stammten aus dem 13. bis 17. Jh. Hält man die Augen offen finden sich schnell kleine verspiele Eingangstore, interessante Wappen an den steinernen Wänden und beinahe an jeder Fassade finden sich Spuren der ehemaligen Besitzer und Erbauer die ihre ganz eigene Geschichte erzählen. Die gesamte Altstadt ist Autofrei und jede Sehenswürdigkeit leicht zu Fuß zu erreichen.
Geschichte & Kultur:
Tragurion, das soviel wir Ort am Ziegenberg heißt und der alte Name Trogirs war, wurde in griechicher Zeit gegründet und entwickelte sich unter den Römern zu einem florierenden Handelshafen. Als das nahegelegene Salona den Status einer Provinzhauptstadt bekam, wurde der Nachbarort in den Schatten gestellt. Erst unter der kroatischen Herrschaft erhielt die Inselfest ihr Bedeutung zurück. König Koloman verlieh der Stadt 1107 das Stadtrecht. Die Sarazenen zerstörten Trogir 1123. Die Stadt wurde aber nach kurzer Zeit wieder aufgebaut. Ein wahrer Bauboom begann im 13. Jh., der auch nicht unterbrochen wurde, als die Tataren 1242 einfielen und die Venezianer 1420 ganz Dalmatien eroberten. Erst die Osmanen setzen der Blütezeit Trogirs durch wiederholte Angriffe ein Ende. Die bis heute erhalten gebliebenen prachtvollen Bauten aus dem 13. - 16. Jh. sind bis heute erhalten geblieben. Seit der österreichischen Herrschaft, ab 1719 und der napoleonischen Okkupation, 1806-1814 fristete das eins so blühende Trogir ein dasein als kümmerliche Porvinzstadt.
Alle Sehenswürdigkeiten auf einen Blick:
Landtor (Kopnena vrata)
Ulica Kohl-Genschera
Katedrala Sveti Lovro (hl. Laurentius) 1123-1610
Schatzkammer
Westportal 1240
Taufkapelle von Andrija Alesi 1467
Kapelle Sveti Ivan Ursini 1468-87
Patrizierhaus Cipiko palaca 15. Jh.
Barockbau Palais Garagnin 18. Jh.
Stadtmuseum (musej grada)
Uhrturm (Kula sa satom) 15. Jh.
Loggia (Loza) 15. Jh.
altkroatische Kirche Sveta Barbara 11. Jh.
Rathaus ehem. Rektorenpalast 15. Jh.
Sveti Ivan Krstitelj 13. Jh.
Benediktinerinnenkloster Sveti Nikola 1064 mit Kunstsammlung
kleine Loggia 16. Jh.
Seetor (Morska vrata)
Festung Kamerlengo (Tvrdjava Kamerlengo) 15. Jh.
Besichtigung & Stadtrundgang:
Unserer Besichtigung beginnt an dem weitreichenden Parkplatz und führt über den Markt zum Landtor (Kopnena vrata), dem Eingang zur Altstadt; einer anderen Welt. Die UNESCO erklärte sie 1997 zum Weltkulturerbe. Sie ist mit all den kunstvollen Bauwerken ein Museum der Architektur und der Bildhauerkunst. Dicht drängen sich hier Kirchen und Paläste, Torbögen und Treppen, Gassen und Innenhöfe. Man fühlt sich wie mit einer Zeitmaschine zurückgesetzt in eine alte Zeit. Über Jahrzehnte hat es kaum nennenswerten Änderungen gegeben. Nur der Name der Nord-Südachse des Zentrums wurde aus Anerkennung für die tatkräftige Unterstützung in Ulica Kohl-Genschera verändert. Über eben diese Strasse gelangt man zum Trg Ivan Pavla II (Johannes Paul II Platz). Dieser wird dominiert vom architektonischen gewaltigem Glanzstück, der Katedrala Sveti Lovro (hl. Laurentius), deren Grundsteinlegung 1123 war. Erst 1610 mit Fertigstellung des Kirchturm wurde sie nach 5. Jh. Bauzeit vollendet. Im Sommer kann man die Kathedrale täglich von 9-12, 16.30-19.30 Uhr besichtigen. Die Schatzkammer hat von 8-12 und 16-19 Uhr geöffnet. Betrachtet man die eleganten Campanile , so spiegeln sich viele Epochen wieder. Von der Romantik bis zu Renaissance dokumentiert sie die zeitliche Abfolge wie ein geologisches Bodenprofil. Der Unterbau präsentiert sich Romanisch, das Obergeschoss welches 1422 fertiggestellt wurde stammt aus der frühgotischen Zeit. Das zweite Obergeschoß zeigt den ornamentreichen Stil der venezianischen Gotik, während das dritte Geschoß 1610 vollendet wurde und im späten Renaissancestil gebaut wurde. Das Westportal aus dem Jahre 1240, das unter einer mächtigen Vorhalle verborgen ist, gehört zu den ältesten Teilen der Kathedrale. Der kroatische Meister Radovan zeigt hier sein ganzes Können, mit der Finesse seines reichen Figurenschmucks. Adam und Eva flankieren auf dem Rücken zweier Löwen den Haupteingang. Darstellungen aus dem Alten und Neuen Testament, aber auch Szenen aus dem Leben von Bauern und Handwerkern Trogirs finden sich in den Bogenläufern. Die 1467 von Andrija Alesi geschaffene Taufkapelle öffnet sich nach durchschreiten der linken Schmalseite der Vorhalle. Über dem Eingang der Taufkapelle zeigt ein Relief die Taufe Christi im Jordan. Viele Nischen und Pilaster gliedern den Raum, der von einer Kassettendecke überspannt wird. Das Innere der Kathedrale wird von zwei Reihen aus je vier Pfeilern in 3 Schiffe geteilt. Die achteckige Steinkanzel aus dem 13. Jh. und das 1439 von Holzmeister Ivan Budsislavljic geschnitzte Chorgestühl sind einer der vielen besonderen Kunstschätze der Kathedrale. Dem ersten Bischof Trogirs wurde die Kapelle Sveti Ivan Ursini geweiht. Sie befindet sich nahe dem nördlichen Seitenschiff und wurde von 1468-87 von Nikola Fiorentinac angebaut. Sie gilt als einer der bedeutendsten Renaissance Gebäude Dalmatiens. In einem von Engeln flankierten Sarkophag ruht Bischof Ursini (1066-1111). Die lebenshohen Statuen des Apostel Thomas und Johannes des Täufers wurde von einem der besten Bildhauer Dalmatiens erstellt, von Ivan Duknovic. Aber nicht nur die Kathedrale gehört zu den prachtvollsten Bauten Trogirs. An der Westseite befindet sich der Cipiko palaca aus dem 15. Jh. An dem Patrizierhaus läßt sich der Übergang von der Gotik zur Renaissance anhand auffälliger spitzbogigen Drillingsfenstern erkennen. Geht man weiter in nördlicher Richtung gelangt man zum Barockbau Palais Garagnin aus dem 18. Jh. in dem heute das Stadtmuseum ( Musej grada, Gradska Vrata 4, täglich geöffnet von 8-12 und 16-20 Uhr) untergebracht ist. Highlights des Museum sind Skulpturen u.a. von Nikola Fiorentinac und Ivan Duknovic. Der gedrungene Uhrturm (Kula sa satom) aus dem 15. Jh. beherrscht die Südseite des Platzes trg Ivan Pavla II. Die von Fiorentinac geschaffenen Statuen Cristi und des hl .Sebastian über dem Eingang erinnern daran, daß hier einst die Kirche St. Sebastian untergebracht war. Gleich daneben steht die Loggia (Loza) ebenfalls aus dem 15. Jh. Sie diente im Mittelalter als Gerichtsstätte. Aus der Entstehungszeit stammt der steinerne Richtertisch und die Reliefs von Justitia 1471 geschaffen von Fiorentinac. Das älteste Gotteshaus der Stadt, aus dem 11. Jh. ist die altkroatische Kirche Sveta Barbara, die unter Verwendung antiker Säulen errichtet worden ist. Den trg Ivan Pavla II schließt das Rathaus ab, hier residierte einst der venezianische Statthalter im Rektorenpalast, einem repräsentativen Bau aus dem 15. Jh. Geht man am Rathaus vorbei gelangt man zur im 13. Jh. gebauten Kirche Sveti Ivan Krstitelj. Gleich daneben ist das 1064 gegründete Benediktinerinnenkloster Sveti Nikola. Das Kloster besitzt einen zauberhaft blühenden Innenhof und eine reiche Kunstsammlung, deren berühmtestes Stück ein griechisches Marmorrelief des Gottes „Kairos“ ist, welches aus dem 1. Jh. v. Chr. stammt. Die Sammlung ist täglich zwischen 8-11 und 15-18 Uhr geöffnet . Zur kleinen Loggia aus dem 16. Jh. gelangt man durch das Seetor (Morska vrata). Es befindet sich an der Außenseite der Stadtmauer und bewirtete Reisende die erst nach dem Schließen des Stadttores nach Trogir kamen. Der Bau dient heute als Fischmarkt, zu dem man früh morgens gehen sollte.
Am Ende der Uferpromenade gelangt man zur mächtigen Festung Kamerlengo (Tvrdjava Kamerlengo) aus dem 15. Jh. Die venezianische Burganlage besitzt einen Innenhof, in dem ein älterer Turm von 1380 integriert ist und bietet gerade in den Sommermonaten eine malerische Kulisse für Konzerte, Theateraufführungen und Freiluftkinofilme.
Umgebung & weitere Orte:
Von der Festung aus hat man nicht nur einen wunderschönen Ausblick auf die Altstadt von Trogir. Blickt man nach Süden, sieht man die Insel Ciovo, die über eine Klappbrücke mit Trogir verbunden ist. Die 15 km lange und 3,5 km breite Insel bietet ebenfalls ein wunderschönes Panorama auf die im Hafen liegenden vielen kleinen bunten Fischerboote und der herrlichen Palmenallee. Ciovo ist als Ausflugsziel beliebt bei den Einwohnen von Trogir und Split. Kastela wird auch die Stadt der sieben Kastelle genannt. Vor dem Schreckensruf „Die Türken kommen“ flüchteten im 15. Und 16. Jh. die Feudalherren aus Trogir und Split und zogen sich zurück in einer der 13 trutzigen Festungen, die wie ein Kette am Meer liegen. Sie lieferten den Ursprung der heutigen kleinen Stadt Kastela, ca. 32000 Einwohner. Fährt man von Trogir Richtung Süden, sollte man auf jeden Fall die alte Adria-Magistrale benutzen, da man sonst kaum erahnen kann welche Schönheiten, wie Bilderbuchburgen, Naturhäuser, winzige Kirchlein, traumhafte Palmenpromenaden hinter den Fabrikschloten der Industriezone an der neuen Magistrale liegen. Von den 13 Festungen sind nur noch 7 erhalten geblieben. Die westlichste Ortschaft mit dem Namen Kastel Stafilic verdankt ihren Namen Stjepan Stafileo von Trogir. Er errichtete im 16. Jh. auf einem Inselchen sein Kastel mit einem Wehrturm. Durch eine Zugbrücke war es mit dem Festland verbunden. Ein langer von Bäumen gesäumter Kiestrand erstreckt sich nach Westen. 1512 errichtete Pavao Cipiko, Neffe des bekannten kroatischen Schriftstellers Korilano Cipiko, direkt am Hafen das Kastel Novi. Der frei stehende wuchtige Wehrturm wird die „neue“ Festung genannt. Kastel Stari, heißt soviel wie „alte“ Festung und wurde von Korilano Cipiko erbaut. Er machte sich einen Namen als Schriftsteller, Humanist und Heeresführer. Seine Burg wurde nach einem Brand 1493 wieder aufgebaut. Die kleine Pfarrkirche vom Ende des 16. Jh., gleich in der Nähe wurde im 17. Jh. barockisiert. Ebenfalls sehenswert ist das Kirchlein Sveti Juraj (St. Georg) aus dem 11. Jh. Sie gilt als eines der schönsten Beispiele frühmittelalterlichen Kirchenarchitektur Kroatiens. Auf einem kleinen Inselchen errichtete Ende des 15. Jh. die einflußreiche Aristokratenfamilie Vitturi aus Trogir das von Palmen, Obstbäumen und Tamarisken umgebene Kastel Luksic. Der befestigte Landsitz hat einen hübschen Renaissance-Innenhof. Die Ortschaft hat als besonderes Highlight einen Botanischen Garten zu bieten, mit einer mediterranen Vegetation. Die Kirche Gospino uznesenje (Marä Himmelfahrt) von 1515 in einem Übergangsstil von der Gotik zur Renaissance gebaut, birgt den von Juraj Dalmatinac 1445 geschaffenen Sarkophag des Erzbischofs „Arnir von Split“. Einem der berühmtesten Arbeiten des großen Baumeisters und Bildhauers. Der Ort Kastel Kambelovac stammte aus dem 16. Jh. und wurde nach der Aristokratenfamilie Cambi aus Split benannt. Sie ließen mehrere Festungen erbauen. Die auf einer Insel stehende Zitadelle wird durch einem Damm mit dem Festland verbunden. Der schlichte Palast mit Rundturm und einem kleinen Renaissance-Balkon bildet das Zentrum der Anlage. Die Besonderheit des Kastels Gomilica liegt in der frühen Schenkung durch König Zvonimir 1078 an Benediktinerinnen aus Split, die im 12. Jh. die romanische Kirche Sveti Kozma i Damjan bauten. Die Festung entstand am Anfang des 16. Jh. auf einem vorgelagerten Felsen, der Gomilica genannte wurde und nur durch eine Zugbrücke mit dem Festland verbunden war. Einen wunderschönen Anblick bietet das Panorama der Festung, die wie ein Boot auf dem Wasser zu schweben scheint. Der erste Festungsturm vom Kastel Sururac wurde im Jahre 1392 im Auftrag vom damaligen „Erzbischof Gualdo von Split“ erbaut. Sie ist die östlichste Ortschaft und zugleich auch die älteste. Erst der „Erzbischof Averoldo“ erweiterte 1488 die Anlage zur trotzigen Zitadelle, die ihr heutiges Aussehen Erznbischof Zane verdankt, der 1509 ein gotisches Landhauspalais errichten ließ.
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