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Kathedrale des hl. Jakov
Stadtloggia (Gradska loza)
Blick auf die Altstadt
Detail der Kathedrale
Fenstermosaik im hl. Jakov
Kathedrale hl. Jakov (Vorne)
Baumeister Juraj Dalmatinac
Detail der Kathedrale Teil II
Köpfe der Stadtväter
Glocke vor dem Museum
Blick über den Fluss Krka
Gotischen Kirche Sveta Barbara
Detail einer Hauswand
Der Hauptplatz von Sibenik
Typisches Bild enge Gasse
Festung Sv. Mihovil
Eingang zur Kathedrale
Kuppel der Katherdale
Der Fluss Krka
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| | 1) Allgemeine & wichtige Hinweise
2) Geschichte & Kultur
3) Alle Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
4) Besichtigung & Stadtrundgang
5) Umgebung & weitere Orte
6) Mehr Bilder von Sibenik
Allgemeine & wichtige Hinweise:
An der Küste zwischen Zadar und Split liegen einige der schönsten dalmatinischen Städte, eine davon ist das etwa 41000 Einwohner große Sibenik. Man sollte sich nicht von der äußerlich etwas industriell wirkende Stadt abschrecken lassen, hat man doch in den letzten Jahren mit abschalten der Petrochemie und der Fabrikschlote wesentlich zur Luftverbesserung und Verschönerung der Stadt beigetragen. Sibenik bietet einen der schönsten Altstadtkerne Kroatiens. Die Stadt liegt nahe der Mündung des Flusses Krka an einer seeartigen Erweiterung des Flusses. Wie ein Riegel liegt eine kleine Inselkette vor dem Hafen und schirmt diesen schon über jahrhunderte hinweg vom Meer ab. Auf einem etwa 70m hohen Kalkfels baut sich die Altstadt terrassenförmig empor und spiegelt sich, wie im Märchen gleich, im grünblauen Wasser der weiten Bucht. Die Umgebung bietet viel für Auge und Seele, nur wenige Kilometer landeinwärts liegt der Krka-Nationalpark mit den herrlichen gigantischen Wasserfällen.
Geschichte & Kultur:
Vor gut 1000 Jahren gründeten die Kroaten das „Castrum Sebenici“, daß heutige Sibenik. Das besondere an diesem Ort ist, daß er ausnahmsweise einmal nicht von Seefahrern gegründet wurde. Die erste urkundliche Erwähnung stammte aus dem Jahre 1066, als sich der damalige König Petar Kresimir IV. hier aufhielt. Nur 17 Jahre dauerte die venezianische Herrschaft an, da 1133 die Stadt dem ungarisch-kroatischen Königreich eingegliedert wurde. Das Stadtrecht verlieh König Stjepan IV. 1167 und machte es zum Bischofssitz. 1412 fiel Sibenik erneut an die Serenissima und wurde Anfang des 16.Jh. als einer der Bollwerke gegen die Türken ausgebaut. Die größte Blütezeit dieser Stadt. Die Venezianer hielten dir Stadt bis 1796, von da an bis 1918 gehörte Sibenik zum Königreich Österreich-Ungarn. Nur ein kurzes französisches Intermezzo unterbrach diese Herrschaft von 1805-1813. Nachdem Italien die Hafenstadt nach dem Ersten Weltkrieg zugesprochen bekam, mußte sie bedingt durch den Vertrag von Rapallo 1920 an das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen abgegeben werden. Als das sozialistische Jugoslawien Anfang der 90er Jahre des 20. Jh. zerbrach, lag die Stadt unter schwerem serbischen Beschuß. Doch wurden die Schäden schnell wieder behoben, so das heute um so schöner ist und nichts mehr an den Krieg erinnert.
Alle Sehenswürdigkeiten auf einen Blick:
Franziskanerklosterkirche Sveti Frane 14. Jh.
Klosterbibliothek mit der Schrift „Sibeniker Gebet“
Seetor (Morska Vrata)
Katedrala Sveti Jakov 1432-1555
Hauptportal von Bonino da Milano
Babtisterium 1452
Porträtfries mit 71 Köpfe und Gesichter
Bischofspalast (Biskupska palaca) 1441
Stadtmuseum (Gradski muzej)
Stadtloggia (Gradska loza) 1533-42
kleine Loggia (Mala loza)
gotischen Kirche Sveta Barbara 1457-61
Museum sakraler Kunst (Muzej sakralkuh unjetnosti)
Festung Sveta Ana (Tvrdava Sveta Ana) um 1000
Kirche Sveti Ivan Krstitelj (hl. Johannes der Täufer) 15. Jh.
Kirche Gospino uznesenje (Mariä Himmelfahrt) von 1390
Besichtigung und Stadtrundgang:
Hat man einen der begehrten Parkplätze ergattert (hinter dem östlich gelegenen Busbahnhof hat man die besten Chancen), gelangt man am Wasser entlang zu der von Grünanlagen gesäumten Uferpromenade „Obala Oslobodenija“. Nach einem kurzen Bummel erreicht man die am Hang gelegene einschiffige Franziskanerklosterkirche Sveti Frane. Die im 14. Jh. errichtete Kirche erlangte nach mehreren Umbauten ein Barockes Äußeres. Im Innenraum ist besonders beachtenswert eine prachtvolle Kassettendecke aus dem 17. Jh., die aus der Feder des Malers Marco Capogrosso stammte und auf den Feldern der einzelnen Stationen Auszüge aus dem Leben des Kirchenpatrons zeigt. Die älteste Handschrift kroatischer Sprache in lateinischer Schrift, das Sibeniker Gebet, wird in der Klosterbibliothek aufbewahrt. Von der Uferpromendae aus gelangt man am Besten in die historische Altstadt durch das Seetor (Morska Vrata). Die breit geschwungene Freitreppe führt hinauf zum Trg Republike Hrvatske (Platz der Republik Kroatien). An derem Ende eröffnet sich einem der herrliche Blick auf die Katedrala Sveti Jakov. Die weiße Kuppel des gewaltigen Monumentalbaus, der vollständig aus dem weißen Marmor der Insel Brac gefertigt wurde, ragt aus dem Häusergewirr der Altstadt empor. Der Baubeginn der Kathedrale wird auf das Jahr 1432 datiert und erst 1555 schaffte man es den Bau fertigzustellen. Stilelemente der Gotik und Renaissance wurden vereint und prägen so die bedeutendste Kirche dieser Epoche in Dalmatien. Das Löwenportal das von einer Vorgängerkirche stammte, längst an der östliche Längsseite gelegen, ist der älteste Teil des Gotteshauses. Den ersten Bauabschnitt leitete der venezianische Architekt Bonino da Milano, der das prächtig verzierte Hauptportal mit Darstellungen der Apostel und des jüngsten Gerichts schuf. Ab 1441 wurden wesentliche Teile von dem aus Zadar stammenden Baumeister Juraj Dalmatinac errichtet. Nach dem Tod des Meisters 1473 führte dessen Schüler Nikola Fiorentinac (Niccolo Fiorentino) den Bau im Stil der Renaissance weiter. Er vollendete was sein Meister plante, die Dachkonstruktion, die Tonnengewölbe, das Mittelschiff und die Seitenschiffe, auch die Apsiden und die eindrucksvolle Kuppelkonstruktion. Sie bestehen aus ineinander greifende Steinplatten und sind frei tragend, d.h. das kein Mörtelverbund verwendet wurde. Bis heute ist die einmalige Baukunst eine einzigartige Leistung. Betrachten man im unteren Bereich die Chorapsiden erkennt man ein Porträtfries, das sich um die ganze Kathedrale zieht und 71 individuell gestalteten Köpfe und Gesichter zeigt, die teilweise fratzenhaft übersteigert wurden. Sie dokumentieren das bildhauerische Können Dalmatinac und zeigen Zeitgenossen und Bürger die damals zu knauserig waren, sich an dem Bau zu beteiligen; so sagt man! Das Innere der Kirche wirkt düster. Eine erhabene Atmosphäre verleiht jedoch ihr hoch aufstrebendes Mittelschiff und die mächtige 32m hohe Kuppel. Jedes Seitenschiff wurde in sechs Seitenkapellen unterteilt. Die erste rechts birgt das 1456 von Dalmatinac entworfen Grabmal des sibeniker Humanisten Juraj Sizgoric. Weiter in der südlichen Apsis gelangt man zum ebenfalls von Dalamatinac geschaffene Babtisterium, das täglich von 9-12 und von 17-21 Uhr geöffnet ist. Dieser harmonisch wie kunstvoll gestaltete kleine Raum mit symmetrischen Apsiden und einem reich verzierten Gewölbe ist ein Augenschmaus und ein wahres Juwel der Renaissance. Drei Engel tragen das runde Taufbecken (1452) in der Mitte. Durch einen engen Durchgang, südlich der Kathedrale gelangt man zum Bischofspalast (Biskupska palaca) der 1441 errichtet wurde und ebenfalls ein Stilgemisch . Er vereint ein spätgotisches Portikus und ein Renaissanceportal. Der Rektorenpalast, der außerhalb des Seetors liegt wurde bereits im 14. Jh. begonnen, doch erst im 16. Jh. fertig gestellt. Heute findet man hier das Stadtmuseum (Gradski muzej), das im Sommer tgl. von 10-13 und 19-22 Uhr, sonst 10-13 und 18-20 Uhr geöffnet ist. Es zeigt Funde aus der Umgebung von illyrischer Zeit bis zur Gegenwart in verschiedenen historischen und ethnographischen Abteilungen. Einmal über den Trg Republike Hrvatske hinweg gelangt man zur zweigeschossig errichteten Stadtloggia (Gradska loza) aus dem Jahre 1533-42. Hier war einst der Sitz der Stadtregierung, heute ist es das Rathaus von Sibenik. Man erkennt sie schnell an den neunbogigen Arkadengang im unteren Bereich und eine heute verglaste Galerie im oberen Bereich. Das Gebäude wurde nach den starken Schäden des Zweiten Weltkrieges wieder restauriert. Die kleine Loggia (Mala loza) ein weiterer Renaissancebau, steht an der Ecke zur „Kralja Tomislava“. Wenige Schritte davon entfernt gelangt man zur kleine gotischen Kirche Sveta Barbara (1457-61), die einen barocken Glockenturm ziert. Hinter der schmucken Fassade findet sich das Museum sakraler Kunst (Muzej sakralkuh unjetnosti, Krdja Tomislava 19), welches wunderschöne spätgotische Altäre zeigt. Die steile Treppe links neben der Stadtlogga führt auf den Hügel hinauf. Durch die kleinen labyrinthartigen Gässchen erreicht man die mächtige Festung Sveta Ana (Tvrdava Sveta Ana), die heute Festung Sveta Mihovil (Tvrdava Sveti Mihovil) genannt wird. Sie ist die älteste von insgesamt 4 Burganlagen und wurde um 1000 errichtet. Steigt man den Weg hinauf zu den Kronen der Festung hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Umgebung und das Gewirr von Gassen und Höfen, roten Ziegeldächern und die Kuppel der Kathedrale die hinter ihnen emporragt. Für den Rückweg sollte man die Zagrebacka ulica wählen, die in das älteste Viertel von Sibenik führt. Über eine breite Freitreppe auf der linken Seite erhebt sich die prachtvolle Fassade der Kirche Sveti Ivan Krstitelj (hl. Johannes der Täufer) aus dem 15. Jh. Gleich daneben liegt die Kirche Gospino uznesenje (Mariä Himmelfahrt, serb. Vaznesenija Bogorodice) von 1390. Sie gehörte einst zum Kloster der Benediktinerinnen und wurde im 16. Jh. in eine orthodoxe Kirche umgewandelt. Sie besitzt eine sehenswerte Ikonostase und einen der schönsten Glockentürme an der kroatischen Küste.
Umgebung & weitere Orte
Der kleine Hafenort Vodice mit ca. 5000 Einwohnern, liegt 11 km nordwestlich von Sibenik. Der Jachthafen Vodice liegt im Nordosten von Vodice (Vrulje-Bucht) und ist gerade in den Sommermonaten gut besucht. Von den (im 19. Jh. abgetragenen) Wehrmauern aus dem 16. Jh. ist ein dreistöckiger Turm, der sog. Caric-Turm, erhalten. Die Pfarrkirche mit reich verzierter Barockfassade wurde 1749 von dem Baumeister "Ivan Skoko" aus Sibenik errichtet; den barocken Glockenturm erbaute im 18. Jh. Meister "Vicko Macanovic". Das Gemälde der Heiligen Familie auf dem Hauptaltar ist das Werk eines unbekannten Künstlers aus dem 17./18. Jh. Am Ortseingang sind Gebäudereste aus türkischer Zeit erhalten. Am Friedhof, westlich des Orts, ist die kleine Heilig-Kreuz-Kirche (einst Pfarrkirche) zu sehen, die 1662 von "Vicko Ivanov" aus Korcula erbaut wurde. Die schönen Strände, stillen Buchten und die würzige Luft trugen zum Aufschwung des Fremdenverkehrs in Vodice bei, dessen Beginn auf die 60er Jahre zurückgeht. Der Ort ist für sein vielfältiges touristisches Angebot bekannt: Hotels, Appartements, Campingplätze sowie über 100 gastgewerbliche Objekte, wovon mehr als die Hälfte in der Gastronomie tätig ist. Das kulinarische Angebot umfaßt Fische, Muscheln, Krebse, Teigwaren, besonders aber traditionelle, original dalmatinische Gerichte. Im Ort gibt es Tennisplätze, einen Fußballplatz, Basketballplätze und ein Sportzentrum (beim Hotel Olimpija). Angeboten werden ferner Tauch- und Windsurfing-Kurse sowie organisierte Unterwasser-Fotosafaris. Ausflüge und Rundfahrten sind ebenfalls möglich. Im August findet das traditionelle Stadtfest von Vodice statt. Feierlich geht es auch am Tag der "Madonna von Karmel" (16. Juli) zu. Vodice ist Gastgeber des Kroatischen Festivals kleiner Radiosender (Anfang Juni). Im Sommer veranstalten die Galerien "Bast" und "Strikoman" viele interessante Ausstellungen. Der Jachthafen ACI Vodice hat 450 Liegeplätze im Meer und weitere 150 an Land.
Der Ort Tisno mit 1450 Einwohnern liegt ca. 29 km nordwestlich von Sibenik entfernt, an der Ostküste der Insel Murter. Der Ort entstand an der Meerenge von Murter (38 m), der schmalsten Stelle des Murter-Kanals, und liegt heute teils auf dem Festland, teils auf der Insel Murter. Die beiden Ortsteile verbindet eine Brücke. Die mittlere Lufttemperatur beträgt im Januar 6,9 °C, im Juli 24,7 °C. Seit 1474 wird Tisno erwähnt. Die Pfarrkirche aus dem Jahr 1548 wurde 1640 barockisiert und 1840 erweitert; der Glockenturm wurde 1680-84 von einheimischen Baumeistern errichtet. Die übrigen kleinen Kirchen im Ort stammen aus dem 17. Jh. In "Ivinje", einem Weiler auf dem Festland, steht die mittelalterliche St. Martinskirche. Ein malerischer Ort in typischer Mittelmeerlandschaft mit schönen Stränden. Der Beginn des organisierten Fremdenverkehrs lag schon in den dreißiger Jahren. Heute bietet Tisno vielfältige Unterkunftsmöglichkeiten: ein Hotel, Appartements, einen Campingplatz, sowie eine reiche Palette einheimischer Speisen, vorallem Fischspezialitäten und Weine, die zu bestimmten Kuchen gekostet werden. Das Freizeitangebot umfaßt in erster Linie Ausflüge (Kornati-Inseln, die Telascica-Bucht, die Krka-Wasserfälle) und verschiedene Wassersportarten. Besonders gefragt sind Segeln und Tauchen (Kurse), aber auch andere Sportarten. In der Hochsaison wird der traditionelle "Sommer von Tisno" veranstaltet. Besonders feierlich geht es am Tag der "Madonna von Karmel" (26. Mai) und am "St.-Martins-Tag" (11. November) zu. Die Hubbrücke zwischen Murter und dem Festland im Ortskern wird in der Reisesaison täglich von 9-9,30 und von 17-17,30 Uhr für den Schiffsverkehr gehoben. | |
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